Gewalt gegen Zugbegleiter: Züge bekommen ab 2017 Gefängnisabteil

Nach anhaltender Gewalt gegen Zugbegleiter will die Bahn weiter aufrüsten und sämtliche Züge schon ab dem kommenden Jahr mit Gefängnisabteilen versehen. Das teilte Bahn-Chef Rüdiger Gruber am Freitag mit. Ab sofort werden Mitarbeiter neben Trillerpfeife und Pfefferspray auch Handschellen und kleinkalibrigen Handfeuerwaffen bei sich tragen. Eine 2-tägige Fortbildung zum Waffenumgang ist jetzt Pflicht.

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Berlin (dw) – Nach anhaltender Gewalt gegen Zugbegleiter will die Bahn weiter aufrüsten und sämtliche Züge schon ab dem kommenden Jahr mit Gefängnisabteilen versehen. Das teilte Bahn-Chef Rüdiger Gruber am Freitag mit. Ab sofort werden Mitarbeiter neben Trillerpfeife und Pfefferspray auch Handschellen und kleinkalibrigen Handfeuerwaffen bei sich tragen. Eine 2-tägige Fortbildung zum Waffenumgang ist jetzt Pflicht.

Ausreichend Platz dafür sei in allen Zügen vorhanden. Eine Glaswand soll das Gefängnsiabteil von den regulären Sitzplätzen trennen. Jeder zweite Wagen der Deutschen Bahn kommt dafür in Betracht. ICEs, ICs, aber auch Regionalbahnen werden schon jetzt dafür modifiziert, so Gruber. Der Gang auf´s Klo, sowie Brot und Wasser aus dem Bordbistro wird den Inhaftierten gewährt.

In erster Linie sei die Anschaffung solcher Abteile für gewalttätige Fahrgäste gedacht, Schwarzfahrer können aber auch – je nach Belegung – mit Inhaftierungsmaßnahmen rechnen.

fed; Artikelbild: Florian Bausch, CC-BY -SA 2.0

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