Weltuntergang kam doch nicht? So beseitigen Sie peinliche Vorkehrungen

Von am 20. Dezember, 2012

Satiriker überschlagen sich, Lebensversicherer jubeln und zahlreiche Journalisten husten präventiv heute schon – so eine Apokalypse kann staubig werden. Der Weltuntergang ist morgen und geht jeden etwas an. Was aber, wenn er aus irgendeinem Grund gar nicht stattfindet, obwohl Sie sich ausgiebigst darauf vorbereitet haben? Dabei wollen Sie gar nicht, dass man sie verlacht? Mit ein paar einfachen Tricks können Sie im Nachhinein simulieren, nicht an den Weltuntergang geglaubt zu haben, um Ihr allgemeines Ansehen wiederherzustellen.

  • Es ist Abend, der 21.12.2012. Als erstes verlassen Sie bitte Ihr Versteck, teilen die gebunkerte Schokolade mit Ihrer Familie und ziehen sich eine trockene Hose an. Dann warten Sie geduldig auf die folgende Nacht.
  • In der Nacht auf den 22.12. zünden Sie ein paar Böller, die noch vom letzten Silvester übrig geblieben sind. Falls jemand fragt, weshalb Sie das tun, behaupten Sie, Sie untersuchten ausgediente Knallkörper auf ihre Tauglichkeit, um sie gegebenenfalls kommendes Silvester wieder einsetzen zu können. Mit Ihrer eigenen Angst habe das Ganze rein gar nichts zu tun, lügen Sie und suggerieren spontane Feueraffinität. “Wer selbst zündelt, kann ja keine Furcht vor Feuerbällen haben“, werden Ihre Nachbarn sagen.
    Benötigt werden für diese Aktion funktionierende China-Böller und Baldrian für die Nachbarn. In den seltensten Fällen auch ein Defibrillator.
  • Ist Ihr soziales Umfeld durch die laute Aktion und eventuelle Erschreckungsanfälle zunächst abgelenkt, suchen Sie das Versteck mit dem in preapokalyptischer Panik geschriebenen Zettel “Am Freitag war Weltuntergang – Ich habe es euch doch gesagt!!! Wer ist jetzt der Familienidiot!? Ha? Ha!?” und vernichten diesen. Machen Sie sich nicht zu sehr fertig – jeder kann sich mal vertun. Benötigt wird dafür lediglich Konzentration sowie ein Feuerzeug.
  • Der Beweis Ihrer unermesslichen Arroganz dürfte hiermit beseitigt sein. Widmen Sie sich nun Ihren angehäuften Notrationen. Räumen Sie zunächst den Abstellraum auf – Windeln nach links, vom Millenium-Problem übrig gebliebene Konservendosen nach rechts. Ihre Frau, die Dinge oft falsch versteht, war auch einkaufen. Sehen Sie zu, dass die unzähligen Hamster schnellstmöglich verschwinden.
    Als Voraussetzung für den letzten Schritt genügt eine mittelstarke Angst vor globalen Katastrophen, eine verwirrte Partnerin sowie ein Abstellraum.

Sie fragen sich, warum wir diese Tipps bereits heute verraten haben? Nun – morgen ist doch Weltuntergang und wir haben schon überall im Haus Zettel versteckt, Sie Internet%§&@!

Im nächsten Ratgeber lernen Sie, wie man einem Anderen eine Grube gräbt.

  fed; Artikelbild: © Lance Neilson, CC BY 2.0 

Sie haben den Weltuntergang nicht überlebt?
Dann folgen Sie uns bitte
+ weder bei Twitter
+ noch auf Facebook oder Google+
+ und erst recht nicht im Newsreader

banner