Wegen BVB-Bombe: Trump plant Vergeltungsschlag gegen Assad

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Washington, Dortmund (dw) – Nach dem mutmaßlichen Bombenangriff auf den BVB-Mannschaftsbus drohen die USA nun mit Konsequenzen. Obwohl die Hintergründe zu den Explosionen noch nicht gänzlich geklärt sind und die Täter im IS-Lager vermutet werden, sei laut US-Präsident Donald Trump Syriens Machthaber Assad allein für den Angriff auf die Fußballspieler verantwortlich. Assad habe damit – so Trump – viele weitere rote Linie überschritten.

„Heute trifft es Deutschland und morgen die USA“, twitterte US-Präsident Trump, nachdem er von dem hinterhältigen Assad-Angriff auf den Fußballerbus in Dortmund erfuhr. Im Gegensatz zu deutschen Behörden haben die USA alle nötigen Beweise für Assads Urheberschaft der Attacke, heißt es weiter. „Dank Geheimdiensterkenntnissen haben wir keinerlei Zweifel, dass der syrische Diktator persönlich die Bombardierung befohlen hat. Einzig die Koordinaten der Militärbasis, von der der Befehl ausging, bleiben noch zu klären.“ Der Vergeltungsschlag von einem der an der syrischen Küste stationierten US-Zerstörer soll dann auf die fragliche Basis erfolgen, sobald alle nötigen Informationen vorliegen.

Die anhaltende Aggression Assads sei zudem ein guter Beleg dafür, dass die US-Bombardierung des syrischen Stützpunkts vom 7. April richtig war, betont Donald Trump. Damals habe man sich für den vorangegangenen Giftgasangriff, dessen Urheber weiterhin unklar sind, zurecht an Assad gerächt. Sollten die Vereinten Nationen nach der BVB-Bus-Attacke „wieder nichts unternehmen“, sei Trump auch diesmal ohne Mandat zu einem Alleingang bereit, so ein Regierungssprecher des Weißen Hauses.

fed; Bild[M]: savv/CC BY-SA 2.0

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