Türkei: Demonstrantinnen nutzen Wasserwerfer für Wet-T-Shirt-Contests

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Türkei-Wasserwerfer-Wet-T-shirt
Kämpfen für Demokratie: Demonstranten

Und wieder greifen türkische Sicherheitskräfte zum probaten Hilfsmittel, um sich lästiger Demonstranten zu entledigen: zu Wasserwerfern. Doch viele lassen sich die Protestlaune nicht verderben und veranstalten Wet-T-Shirt-Contests mitten im Gezi Park · ISTANBUL|ndw

[dropcap]I[/dropcap]stanbul gehört mittlerweile zu den modernsten Städten Europas – Smartphones, Facebook– und Twitter-Accounts forcieren die Protestbewegung genau so schnell wie in anderen Metropolen. Doch eines hat die türkische Großstadt ihren Mitbewerbern voraus – die Abkühlung durch Wasserwerfer, die auch immer wieder Fremde anlockt. Austauschdemonstrantinnen aus aller Welt strömen in die Türkei und transportieren neben Solidarität auch eigenes Freizeitverständnis, das Wettbewerbe mit nassen T-Shirts nicht ausschließt.

Sie bringen schlechten Einfluss„, behaupten Einheimische, die die nassen Fremdlinge stundenlang unter die Lupe nehmen, um sich der Abartigkeit sicher zu sein. Die türkische Regierung sieht es dagegen gelassen: „Um Demonstranten entgegen zu kommen und einen noch besseren Effekt zu erzielen, versetzen wir das Wasser mit einem zusätzlichen Wasserstoffatom. H3O lässt die T-Shirts noch nasser erscheinen und lenkt von allem Übrigen ab„, so der entspannte Regierungssprecher.

Die ausgelassene Stimmung der Unterdrückten wirkt ansteckend, und die Wettbewerbe verbreiten sich durch die protestierenden Länder wie Lauffeuer. Türkei, Brasilien, Griechenland aber auch Ägypten zehren von der frischen Abwechslung. Selbst konservative Vertreter der Freiheitsbewegung wollen am feucht-fröhlichen Spaß teilhaben und organisieren sogenannte Wet-Kopftuch-Contests, wenn auch vorerst nur im Untergrund.

Satire - Online - Nachrichten - Magazinfed, Inspiration: Petra; Artikelbild: © Floris Looijesteijn, CC BY 2.0

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