US-Wahlkampf: Obama kritisiert Hurrikan “Sandy”

Von am 31. Oktober, 2012

Zwei Tage nach dem verheerenden Hurrikan, der die Ostküste der USA durcheinander brachte, geht der Wahlkampf unerbittlich weiter. Präsident Obama zieht Konsequenzen aus den Geschehnissen und gibt “Sandy” die Schuld für die dreisten Verwüstungen.
WASHINGTON|ndw

Zu einem guten amerikanischen Wahlkampf gehören Waffen, Kriege und ausgewachsene Naturkatastrophen, heißt es aus den Reihen der Wähler nach einer repräsentativen Umfrage.
Und tatsächlich scheint es so, als beweise der amtierende US-Präsident Barack Hussein Obama das richtige “Händchen” in der aktuellen Wettkampf-Etappe rund um die Ostküste.

Während sich Herausforderer Romney damit begnügt, Hilfspakete an gut geschminkte Geschädigte auszuteilen, geht Obama in die Offensive und sucht den Verantwortlichen für die Katastrophe.
Gegenüber NichtDieWelt beschuldigt das Wirbelhaar vorrangig den Wirbelwind:

Weshalb ich mir dessen so sicher bin?
In jüngster Vergangenheit waren die Vereinigten Staaten zahlreichen Prüfungen ausgesetzt, die wir stets zu meistern verstanden. Terroranschläge, Einwanderer und sogar Arnold Schwarzenegger als Gouverneur hat das amerikanische Volk mit Schmerz aber mit Würde ertragen.

Naturkatastrophen sind jedoch etwas völlig anderes – es sind natürliche Terrorakte, die wir nicht beeinflussen können. Deshalb müssen wir die Verursacher derer jagen und mit besonderer Härte bestrafen.
Warum trifft so ein Hurrikan ausgerechnet die USA? Japan – ok. Aber Amerika? Einen Staat, der einen coolen schwarzen Präsidenten hat?
Denken Sie darüber mal nach.

Die Message des jung gebliebenen Staatsmannes ist eindeutig: Hurrikan Sandy trägt bislang die alleinige Schuld an den Verwüstungen der vergangenen Tage.
Eine Verbindung zu den Ereignissen des 11. September 2001 sei routinemäßig geprüft, jedoch nicht eindeutig widerlegt worden, weshalb man – zumindest abseits der Kameras – die letztjährige Tötung des beliebten Terroristen Usama bin Ladin ausdrücklich bedauere.

Obama kämpft jedenfalls weiterhin für das Wohl der Massen. Den Geschädigten sicherte er in einer rührenden Fernsehansprache zu, während der Unterbrechung der Stromversorgung in Krisengebieten sei keine Erhöhung der Energiekosten zu erwarten.
Leider erreichte die frohe Botschaft aber nicht jeden Betroffenen.

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  fed; Foto oben: peteSouza, NOAA/NRL © publicDomain  

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