Schmutziger Wahlkampf: schickte Steinbrück sich selbst diesen Giftbrief?

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Verräterisch: Brief an Peer Steinbrück
Verräterisch: Brief an Peer Steinbrück

Die Schreckensmeldungen reißen nicht ab: am gestrigen Morgen fing der Kanzlerkandidat der SPD, Peer Steinbrück, einen an ihn selbst adressierten Brief ab. Der gelungene Sprung aus dem Fenster verletzte glücklicherweise nur den Postboten. Nun ermittelt die Kripo gegen ‚relativ unbekannt‘.

[dropcap]E[/dropcap]in gewöhnlicher Morgen in Mettmann in der Nähe von Düsseldorf. Der Wecker klingelt um zehn. Macht nichts – er hat ja nicht umsonst die Schlummertaste erfunden. Peer Steinbrück ist nicht nur Kanzlerkandidat der zweitgrößten deutschen Partei, sondern auch Erfinder in der Phantasie. Viele schöne Dinge gehen auf sein imaginäres Konto: die Schlummertaste, Demokratie und natürlich das Rad.

Der Wecker klingelt fünf Mal. Das letzte Mal ist irgendwie anders. Natürlich – es ist die Türklingel; vermutlich wichtige Post. Peer Steinbrück sprintet zur Frontseite seines Anwesens und springt, wie gewohnt ohne nachzudenken, aus dem geöffneten Fenster, um den gelb-blau gekleideten Mann an seiner täglichen Arbeit zu hindern. Er habe den schädlichen Brief an dessen Giftzeichen bereits von Weitem erkannt, wird er später erzählen.

Die Wahlveranstaltung im Herbst ist gerettet. Lediglich Kritiker des erfolgreichen SPD-Politikers und moralische Missgönner der aufrechten Opposition zweifeln an der Richtigkeit der Ereignisse. „Manche tun einfach alles, um Sendezeit zu erwirken“, behaupten sie. Außerdem sei der zunächst angegebene und später gestrichene Absender durchaus verräterisch. Der Geschädigte selbst ist anderer Meinung: „Möglicherweise hatte der Täter nur einen einzigen Umschlag, hatte sich einfach verschrieben und musste korrigieren. Wer weiß das schon. Ich bin bestimmt nicht der einzige Peer Steinbrück auf dieser Welt“, sinniert der gelernte Politiker und schleicht rückwärts ins Haus, um Wachsamkeit zu demonstrieren.

fed; Artikelbild: ©  Kasaa, CC BY-NC 2.0

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