USA: Neues Waffelgesetz soll von Waffengesetz ablenken

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Waffengesetz - Satire

Nach dem umstrittenen Amoklauf bitten amerikanische Waffenliebhaber Vertreter einer Partner-Lobby um Unterstützung, um von sich selbst abzulenken.

NEWTOWN/CT/USA ndw – Mit erstaunlicher Präzision trifft die Regelmäßigkeit schulischer Amokläufe ins bittere Schwarze. Littleton, Winnenden und nun auch Newtown vereinen die traurige Statistik, die durch leicht zugängliche Waffen realisiert werden konnte.
Ist es nicht wieder einmal soweit, am Rock des Gesetzgebers zu zupfen und Änderungen zu forcieren?„, fragt sich der Bürger.

Wer ist eigentlich dieser Gesetzgeber, vor dem alle Angst haben? Wird er nicht von privaten Interessensgruppen finanziert, um am Ende dem Allgemeinwohl zu dienen? Klingt unlogisch – aber so selbstlos ist diese Spezies.

Das folgende Interview mit dem bekannten Waffen-Lobbyisten und erstklassigen Schützen James Gunther soll Klarheit bringen:

NDW: Mr. Gunther, man schätzt Sie wegen ihrer Verbindungen zur National Rifle Association(NRA). Glauben Sie, Volksvertreter seien unabhängig, obwohl sie partiell durch Interessenverbände finanziert werden?

Gunther: Alle Achtung. Eine schwierige Frage direkt zu Beginn. Ich sehe schon – Sie fackeln nicht lange, Herr Federmann. Wer kann schon von sich behaupten, unabhängig zu sein? Sind Sie unabhängig? Oder kauft Ihre Mutter immer noch Ihre Unterhosen, in der Hoffnung, dass Sie sich als guter Sohn eines Tages revanchieren werden?

NDW: Hiermit räumen Sie also ein, dass jeder, der Unterstützung gewährt, prinzipiell – wenn auch unausgesprochen – eine Gegenleistung erwartet. Verstehe ich Sie da richtig?

Gunther: Sie sind hier der einzige, der einräumt – und zwar Ihre Unterhosenschublade (lacht und streichelt dabei seine Pistole). Hören Sie, seit Jahrhunderten hat jeder Amerikaner das Recht und mittlerweile im Zuge der islamistischen Terrorbedrohung die heilige Pflicht, sich mit Waffengewalt zu verteidigen. Die NRA ist pazifistischem Geschwätz in den vergangenen Jahren bereits weit genug entgegen gekommen. Die meisten Mitglieder unserer Wehrvereinigung haben ihre Haustiere entwaffnet, wie es von uns verlangt wurde. Dinge benötigen ihre Zeit. Selbst Rom wurde nicht an einem Tag erbaut, Federmann.

NDW: Kinder schießen auf Kinder. Und das zielgenau. Es ist Grund genug, weitere Schritte zu unternehmen. Was also werden Sie tun?

Gunther: Entspannen Sie sich, Federarsch. Die nötigen Schritte sind bereits eingeleitet. In Zukunft werden nicht nur Lehrer, sondern auch Klassensprecher mit Waffen ausgestattet, womit sich das – wie Sie sagen – „Problem“ vollautomatisch in Nichts auflöst.
Und werfen Sie uns nicht vor, undemokratisch zu sein – selbst den schwarzen Präsidenten dulden wir ohne Gegenwehr.

NDW: Gehen Sie lieber nach Hause, Mr. Gunther.

Interview – NichtDieWelt

  fed; Artikelbild: © günther gumhold/pixelio.de 

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