Nach der Urwahl: Claudia Grün sieht roth

Von am 13. November, 2012

Nach der verlorenen Urwahl, bei der parteiintern über den potentiellen Kanzlerkandidaten für 2013 abgestimmt wurde, sieht Parteivorsitzende der Bündnis 90/Die Grünen Claudia Roth keinen Mehrwert mehr in einer Basis.

BERLIN ndw –  “Direkte Demokratie – das kann auch mal schief gehen“, sagte Claudia Roth und verlor die Urwahl.
Mit schwachen 26.2% landete sie lediglich auf dem vierten Platz – gleich hinter Jürgen Trittin, Katrin Göring-Eckhardt, geborene Hitler-Eckhardt, und einem Blauwal, der sich ebenfalls ganz gut schlug.

Trotz dieser bitteren Klatsche, wie sie sich auszudrücken verstand, erklärte sich die 52-jährige uneingeschränkt zu der “coolsten Person auf Mutter Erde“, weshalb sie unbedingt weiterhin einen wichtigen Posten zu bekleiden habe.
Mit dieser Argumentation fand sie innerhalb ihrer Partei traditionsgemäß ausschließlich Zuspruch.

Sämtliche Mitglieder der Führungsspitze hätten sie mit Kopfnicken dazu ermutigt, die Kandidatur für den Parteivorsitz nicht aufzugeben, so Claudia Roth gegenüber der Presse.
Schließlich sei eine Spitzenposition nicht gleich Spitzenposition, obwohl man beide Wörter gleich schreibe.

Noch nie habe sie an einem Wochenende so viel Zuspruch erfahren, wie an diesem Wochenende, weinte Frau Roth ins Mikrofon.

Dieses Statement gab sie am Montag vor der parteiübergreifenden Krötenwanderung bekannt:

Warum ich aus dem Wahlergebnis keine Konsequenzen ziehe?
Natürlich bin auch ich bereit, umzudenken. Es geht aber jetzt nicht um mich, sondern um die Partei, die Ro.. die GRÜnen, die sich keine großen Verluste erlauben kann.
Warum sollten sie eine Kuh schlachten, wenn sie mich haben?
Begreifen Sie – es ist vorrangig, die schwarz-gelbe Regierung abzulösen. Schließlich ist diese Farbkombination im Jahre 2012 nicht mehr zeitgemäß.
Eine geleitete Demokratie benötigt außerdem keine menschliche Basis, sonst wäre sie zu Anarchisch. Es geht ja schließlich nicht um die Partei, sondern um mich.
(flüsternd) Ich muss weg. Streichen Sie das letzte.

Laut Parteifreundin Katrin Göring-Eckhardt brauche man die Claudia. Sie sei die Einzige, die immer Deo dabei hat.

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  fed; Foto oben: © grüneBadenWürttemberg, CC BY-SA 2.0

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