Berlusconi fordert Frauenquote für Gefängnis-Belegschaft

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Hat für all Mädchen versprochen: Berlusconi

Nach dem Urteil im „Ruby„-Prozess fordert Ex-Premier Silvio Berlusconi eine Frauenquote für Italiens Gefängnis-Mitarbeiter. Er habe aus seinen Fehlern gelernt und will nun den Frauen helfen. Auch mit einem besseren Job.
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[dropcap]E[/dropcap]s ist nicht Berlusconis erste Gerichtsverhandlung – genau genommen führte er sechzehn Verfahren in zwanzig Jahren. Doch dieses Mal war er von einem Freispruch überzeugt: „Porca Madonna! Sie war doch noch nicht einmal achtzehn und damit juristisch eigentlich irrelevant„, verteidigt sich der Ex-Premier und sieht eine Teilschuld bei den weiblichen Richterinnen: „Frauen, die sich beruflich nahe stehen, haben oft gemeinsam ihre Tage.“

Ob das Urteil von sieben Jahren Haftstrafe, das sogar die Forderung der Staatsanwältin übertrifft, jemals rechtskräftig wird, wird das italienische System der Instanzen entscheiden. Und das ist für Außenstehende nicht immer verständlich. Während in der zweiten Instanz sich die gegenüberstehenden Parteien gestikulierend anschreien dürfen, sind in der dritten sogar kleinkalibrige Pistolen erlaubt, um Argumentation zu manifestieren. Worauf diese Regelung genau zurück geht, ist nicht geklärt, eine mafiöse Beteiligung am Schaffungsprozess wird jedoch nicht ausgeschlossen.

Berlusconi selbst gibt sich gekonnt souverän und fordert eine funktionierende Frauenquote für das Gefängnis, in das er kommen wird. Er will den Prozess nämlich selbst überwachen, auch wenn er laut Urteil keine Staatsämter mehr ausüben darf. Und genau deswegen wirkt Berlusconi nervös, denn eines ist klar – politische Skandale wirken sich immer negativ auf sein Sexleben aus – und das spürt er auch dieses Mal nur all zu gut.

Satire - Online - Nachrichten - Magazinfed; Artikelbild: © European People’s Party – EPP, CC BY 2.0 

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