US-Haushaltsstreit: Kampfdrohnen bleiben wegen Personalmangel weiterhin unbemannt

, in Politik

Geschätzte Lesezeit: 17 Minuten, 36 Sekunden

WASHINGTON · Uneinigkeiten in der US-Haushaltsfrage zwingen die Regierung zu einem Verwaltungsstillstand und Massenentlassungen, die auch das Militär betreffen. Zuvor hatte man angekündigt, bis dato noch unbemannte Drohnen endlich mit fähigem Personal auszustatten. Der Streitgrund im Senat ist Obamas von den Republikanern abgelehnte Gesundheitsreform, die auch Kranke absichern soll.

Mit jedem weiteren Tag des US-Haushaltsstreits werden die Folgen immer sichtbarer. Über die Hälfte der 800 Tausend Staatsbediensteten müssen in den Zwangsurlaub. Aufgrund des mangelnden Personals bleiben Museen, Zoos und öffentliche Toiletten vorerst geschlossen. Aber auch das Militär spürt die Kürzungen. So etwa erhalten hunderte, bislang unbemannte, Drohnen des Typs „MQ-9 Reaper“ nicht die geplante Besatzung, um die Effektivität der Geräte zu steigern.
Dabei sah für die Obama-Regierung für kurze Zeit alles so gut aus – Der Iran schien verhandlungsbereit, der kostspielige Militärschlag gegen Syrien im letzten Moment abgewendet. Sogar die National Security Agency (NSA), die durch den Whistleblower Edward Snowden in der ganzen Welt einen Image-Schaden erlitten hatte, überwand ihre Flaute und nahm den vollen Betrieb wieder auf. Und jetzt der Shutdown, der selbst vor der NASA nicht Halt macht. Laut den letzten verbliebenen Mitarbeitern der Luftfahrtbehörde fahre die Marssonde Curiosity nur noch in Schrittgeschwindigkeit und sende sparsame Schwarz-Weiß-Bilder zur Erde.
Eine Lösung für das amerikanische Dilemma ist derzeit noch nicht in Sicht. Experten vermuten jedoch, dass sich eine der US-Parteien durchsetzen wird. Vermutlich gegen die andere, schätzen die Politologen.

Satire - Online - Nachrichten - Magazinfed 

facebook

Send this to a friend