Tourette-Patient kritisiert deutschen Haushalt´s Maul!

, in Menschen

Geschätzte Lesezeit: 21 Minuten, 6 Sekunden

Tourette - Satire

Der Unmut über die hohe Staatsverschuldung und sich daraus ergebene Konsequenzen beschäftigt sogar unbeteiligte Segmente. So beschwert sich ein am Tourette-Syndrom erkrankter TAZ-Leser öffentlich über die fehlende Lösung des Probleck mich am Arsch!

KASSEL ndw – Eine verfahrene Lage: Obwohl Schulen vernachlässigt, Straßen verödet und Kindergärten sogar mittlerweile von Kindern selbst geleitet werden, steigen die Steuereinahmen simultan zu der Staatsverschuldung. Ein Zufall?
Bernd Fackl, ein langjähriger politikunverdrossener Touretteur, erklärt unserem Reporter die Situation aus seiner persönlichen Sicht:

Bekackt, Leute.
Seit Jahren beobachte ich eine klare Verschlechterung meiner eigenen Lage. Als Leiharbeiter verdiene ich gerade mal ein Drittel von dem, was der fest angestellte Kollege neben mir bekommt. Das ist doch nicht fairfluchte Scheiße! Macht es da wirklich noch Sinn, täglich zur Arbeit zu dackeln?
Ich bin doch nicht bescheur´dir gleich eine, wenn du mir mit deinem Mikrofon weiter so im Gesicht herumfuchteller bleiben mittlerweile auch abends leer, weil einfach kein Geld mehr für drei Mahlzeiten da ist. Die Kinder tragen gegenseitig ihre Klamotten auf. Neulich habe ich sogar beobachten müssen, wie sie untereinander Handel betreiben. Knöpfe sind ihre Währung! Das ist doch nicht mehr normal.
Noch vor zwanzig Jahren sind wir mit dem Auto zur Tanke gefahren – heute muss ich mit Bus und Kanister dahin. Und wer macht eigentlich den ganzen Profititten raus! Ich jedenfalls nicht. Ich gehe jetzt klauen. Tschüss.

Klare, wenn auch nicht immer diplomatische, Worte. Glücklicherweise hat sich in dieser kurzen Zeit Herrn Fackls Krankheit nicht bemerkbar gemacht.

  fed; Artikelbild: © www.foto-fine-art.de/pixelio.de 

Ver*****e M**t*a**e, nicht wahr?
Dann folgen Sie uns bitte
+ weder bei Twitter
+ noch auf Facebook oder Google+
+ und erst recht nicht im Newsreader

facebook

Send this to a friend