Tofu und Soja enthalten: Lidl ruft vegetarische Wurst zurück

Berlin (dwp) – Die Supermarktkette Lidl verkauft ab sofort keine Veggie-Wurstwaren mehr. Als Grund gibt der Discounter an, darin hohe Werte von Tofu und Soja gefunden zu haben. Die Waren müssen nun in einer groß angelegten Aktion fachmännisch entsorgt werden. Lidl bedauert den Zwischenfall sehr.

, in Deutschland

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„In der gesamten vegetarischen Produktpalette haben wir in internen Untersuchungen statt Fleisch hohe Konzentrationen an Tofu und Soja festgestellt, was wir dem Kunden unmöglich zumuten können“, beschreibt der Leiter der Berliner Filiale Herbert Mauer die missliche Lage. Betroffen seien demnach neben vegetarischen Wurstwaren auch Veggie-Frikadellen, Geschnetzeltes und sämtliche vegane Fertiggerichte. Kunden – so Mauer -, die etwas aus der Fehlproduktion gekauft haben, erhalten nach Vorlage des Kassenbons selbstverständlich ihr Geld zurück.

Andere finden den Vorfall weniger überraschend: „Mit Tofu und Soja wird generell viel Unfug getrieben und beim Discounter um die Ecke sowieso“, meint etwa Verbraucherschützer Wolfgang Menzel. Produkte aus Tofu können zwar fleischähnlich aussehen und riechen, dieses jedoch niemals ersetzen. Menzel rät dazu, Lebensmittel möglichst in einem Bio-Geschäft zu beziehen, um solchen Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen.

Aldi, Rewe und Co. haben bereits reagiert und lassen ihre veganen Fleischprodukte derzeit auf Rückstände von Tofu und Soja prüfen.

fed; Bild [M]: © atholpady / Depositphotos.com, OlegDoroshenko / Depositphotos.com

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