Frau bekommt panische Angst, weil sie Einbrecher erst für Telekom-Mitarbeiter hält

, in Panorama

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Mülheim (dwp) – Daran wird sie sich noch lange erinnern: Claudia Mehren ist am Mittwoch von eigenartigen Geräuschen brutal aus ihrem Mittagsschlaf gerissen worden. In ihrer Wohnung stand – wie sie erst mit Schrecken vermutete – ein Telekom-Mitarbeiter und war nur einige Meter von ihr entfernt. Fassungslos griff Mehren zum Telefon, um die Polizei zu verständigen, als sich das peinliche Missverständnis von selbst aufklärte.

„Er kam ohne zu klingeln in meine Wohnung rein, war maskiert und wühlte in meiner Handtasche!“, erinnert sich die Bürokauffrau an die Schreckenssekunde.  Sie habe zuvor einiges von der Aufdringlichkeit der Telekom-Mitarbeitern gehört, es selbst aber noch nie so erlebt, wird sie später erzählen. Erst als sie bei dem Eindringling keinerlei Vertragsunterlagen oder ein Telekom-Logo auf seiner Kleidung feststellte, konnte sie über die Situation lachen und sich beruhigt wieder hinlegen, um ihre Erkältung auskurieren.

Erst vergangene Woche hatte ihre beste Freundin Sabine den Fehler gemacht und einen von ihnen in die Wohnung gelassen. Herr Stanke von der Telekom hatte ihr damals stundenlang Fachbegriffe wie „Splitter“, „Call by Call“ und „NTBA“ um die Ohren gehauen und 3 Kaffee getrunken. Furchtbar, dachte Mehren. Sie selbst wollte so etwas nicht erleben.

Einen Eindruck hat der Besucher dennoch hinterlassen: Die allein erziehende Mutter will sich nun einen Hund zulegen, um von Telekom-Mitarbeitern, FDP-Spendensammlern und bofrost-Lieferanten für immer ihre Ruhe zu haben.

fed; Bild: © Picture-Factory – Fotolia.com

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