US-Außenminister Kerry: Militärschlag gegen Syrien „nur ironisch gemeint“

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WASHINGTON, DAMASKUS · Die Welt kann aufatmen: Die US-Regierung hat sämtliche Aussagen der vergangenen Wochen, das US-Militär plane einen Vergeltungsangriff gegen Syrien, dementiert. Die Drohungen seien, so die Regierung weiter, klar ironisch formuliert worden. Man bedauere dennoch, dass der Witz bei der Weltgemeinschaft nicht richtig ankam.

Spätestens nach Johns Ultimatum an Assad hätte eigentlich jeder den Spaß verstehen müssen„, erklärt der Pentagon-Sprecher am Dienstag der Presse. Er muss sich das Lachen verkneifen. Zuvor forderte der US-Außenminister John Kerry das scheinbar Unmögliche, nämlich Baschar al-Assad dazu auf, sämtliche in Syrien befindlichen C-Waffen innerhalb einer Woche unter die Kontrolle einer internationalen Aufsichtsbehörde zu stellen. So werde die USA von dem geplanten Syrien-Einsatz absehen, beteuerte Kerry. Assad willigte ein, ohne zu wissen, dass das ganze Militärschlag-Gerede nur ein Spaß war.

Oh Mann, die haben mich echt gekriegt„, lacht der syrische Machthaber in die Kamera, den anfänglichen Schock offenbar überwunden. „Und ich wunderte mich schon über diese merkwürdige Menschenrechts-Argumentation. Jaja, jetzt macht alles Sinn.“
Assad legt USA reinDer Jahrtausend-Coup ist den Amerikanern gelungen und wurde akribisch geplant. Zumindest wusste man schon 2012, wie es ungefähr ablaufen sollte. „Die ‚Rote Linie‘ hatte mich damals beinahe verraten„, gesteht US-Präsident Barack Obama, der ebenfalls eingeweiht war, gegenüber lachenden Journalisten. „Das war vielleicht albern.“ Der Sinn hinter der spaßigen Aktion sei die Auflockerung von gespannten Verhältnissen sowie eine Aufwertung des eigenen Ansehens in der Welt, so die Organisatoren.
Die USA hätten nach Meinung ihrer Bündnispartner diese Image-Verbesserung bitter nötig. Die NSA-Affäre sei nicht vergessen. Außerdem kämpfe die hoch verschuldete Weltmacht noch mit der Krise. Von den kostspieligen Einsätzen im Irak und Afghanistan ganz zu schweigen. Um so erfreulicher ist die überraschende Wendung zur rechten Zeit – spannender hätte es wirklich nicht werden können.
Am meisten erfreut über den amerikanischen Streich ist der syrische Präsident Baschar al-Assad, der zur Feier des Tages alle Beteiligten zum Essen einlädt. Es soll Granatäpfel und Kalorienbomben geben, scherzt seine Frau. Nicht eingeladen sind lediglich russische und chinesische Diplomaten. „Sie nehmen die ganze Geschichte einfach zu ernst„, so der erleichterte Gastgeber.

Satire - Online - Nachrichten - Magazinfed; Artikelbild: © rowlikewow, CC BY-ND 2.0 | Presidential Press and Information Office, CC BY 3.0 

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