Wahlkampf: Steinbrück wirft CDU Parteilichkeit vor

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HAMBURG (dwp) – SPD-Spitzenkandidat Peer Steinbrück warf bei einer Hamburger Wahlkampf-Kundgebung der CDU Parteilichkeit vor. Die Union kümmere sich neben den Wählerinteressen in erster Linie um eigene, so Steinbrück. Die Bundestagswahlkommission will die Vorwürfe nun prüfen.

Nach einer verhaltenen Aufwärmphase erlebt der deutsche Wahlkampf schließlich den gewünschten Aufschwung. Der Initiator dieser Erwärmung ist wiederholt der Spitzenkandidat der Sozialdemokraten, der nach Startschwierigkeiten nun zum entscheidenden Schlag ausholt. Er unterstellt der CDU, seinem Erzrivalen, uneingeschränkte Parteilichkeit.

Laut einer kürzlich durchgeführten Umfrage gelten sämtliche Wahlprogramme für den Durchschnittsbürger als schlecht verständlich. Auch das der CDU. Trotz dieses repräsentativen Ergebnisses will Steinbrück das CDU-Programm durchschaut haben. „Das Ganze ist von oben bis unten ein eigennütziger Brei„, konkretisiert der Kanzlerkandidat.

Wahlkommission prüft Vorwürfe

Und tatsächlich – nahezu jeder Programmpunkt der Union beginnt mit der Betonung von sich selbst. Sätze wie „Die Union setzt sich […] ein.“, Die Union spricht sich für […] aus.“ und „CDU und CSU wollen, dass auch in Zukunft […]“ sprechen eine deutliche Sprache. Keine einfache Entscheidung für die Wahlkommission.
Peer Steinbrück ist überzeugt, mit diesem Argument den Wählernerv getroffen zu haben. „Die Parteilichkeit der anderen Parteien zieht einfach nicht mehr„, plakatiert er zum Schluss. „Schließlich entscheiden nicht DIE, sondern WIR.

Satire - Online - Nachrichten - Magazinfed; Artikelbild: © tottr, CC BY-ND 2.0

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