Letzte Hoffnung für Wahlkampf: Steinbrück wechselt sich selbst aus

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Nachdem bereits mehrere Mitglieder des sozialdemokratischen Wahlkampfteams vergeblich getauscht wurden, reagiert Kanzlerkandidat und SPD-Wähler Peer Steinbrück auf den Druck und wechselt sich selbst gegen einen Jüngeren aus – BERLIN|ndw

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Wirbt für ein modernes Deutschland: Stefan Müller

[dropcap]S[/dropcap]tefan Müller (SPD) heißt der Neue und ist in seinem politischen Umfeld noch kaum bekannt. Lediglich Peer Steinbrück, der ehemalige Kanzlerkandidat der SPD, kennt ihn. Und das obwohl Zeugen versichern, dass sich die beiden in der Öffentlichkeit noch nie begegnet sind. „Herr Müller kommt immer 20 Minuten, nachdem Herr Steinbrück den Raum verlassen hat„, erzählt eine Wahlkampfhelferin und konkretisiert: „Ist aber eigentlich nicht so wichtig, Hauptsache, er macht gute Arbeit. Die Merkel kannte vorher ja auch keiner so richtig.“ Aber vielleicht ist die Überraschung ja das Geheimnis? Denn der Erfolg gibt der aktuellen Kanzlerin Recht.

Mitten im Wahlkampf sind die Gemüter erregt und die Geldbeutel leer – man muss schnell reagieren. „Und genau das war mein Antrieb„, gesteht Steinbrück und wirkt, als würde sein Rücktritt ihn kaum tangieren:

Mein Rücktritt tangiert mich kaum. Wissen Sie, wichtig ist, dass die Partei gewinnt.. wie? Ja, wichtig ist, dass es dem Bürger am Schluss besser geht. Und was den neuen Kandidaten angeht, so schauen Sie sich den doch mal an – er ist super cool! Ja, ich scheue mich nicht davor, diesen Jugend-Jargon zu benutzten. Er hat lange Haare, eine modische Brille und einen hipen Schnurrbart. Eines ist klar – Stefan Müller bringt frischen Wind in die Wahlkabine – ich werde ihn wählen!

Auf die Frage, warum er in Slogans spricht, dementiert Peer Steinbrück die „alberne Unterstellung“ und erklärt, er müsse weg, denn Zeit sei Geld.

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Satire - Online - Nachrichten - Magazinfed; Artikelbild: © javierrldn, CC BY 2.0

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