SCHULTERBLICK – Iran, Israel und Peer Steinbrücks Kandidatur für die Kandidatur

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Wochenrückblick - Satire Nachrichten

Kalenderwoche 39 beginnt langweilig und endet mit einer unglaublichen Sensation: Steinbrück wird Deutscher Meister.

Steinbrück-Nachrichten

[dropcap]N[/dropcap]irgends ist Live-Fernsehen so schön wie auf N24, dem lustigen Sender für Desinformierte.
Reporter versprechen sich, Moderatoren wiederholen ständig dieselben Floskeln; sogar das Wetter gleicht einer Glaubensfrage. Die zuständige Blonde hüpft fröhlich in ihrem Minirock vor der Leinwand her und verkündet atmosphärische Halbwahrheiten.
Auf die Gefahr hin, den Intelligenzquotienten auf das Niveau von Zimmertemperatur sinken zu lassen, begaben wir uns mit Stift und Papier auf eine zweistündige Karusselfahrt des Wissens und ließen uns von N24 informieren.
Was ist heute also passiert?

Ein Steinbrück fällt vom Herzen und direkt auf den Thron des Kanzlerkandidaten.
Ganze drei Monate zu früh überrascht uns die SPD mit ihrer Entscheidung. Dies wäre eine utopische Frist des Ejaculatio praecox für einen Erotikdarsteller. Aber die SPD darf so etwas. Warum? Weil sie Angst hat, andernfalls medial zerrissen zu werden.

Die Kriterien für die interne Wahl des Hauptgenossen waren laut Zeitungsberichten eindeutig formuliert. Um sich nötigenfalls in einer unerbittlichen Schlacht gegen die aktuelle Kanzleröse Angela Haupthaar Merkel behaupten zu können oder Baschar al-Assad eigenhändig aufzuhalten, falls jener über Deutschland fliehen sollte, musste der Kandidat auf jeden Fall einen physischen Vorteil bieten, was Siegmar Gabriel a priori ausschloss.
Der andere Stein – der Meier – verzichtete freiwillig, was SPDs redegewandtes Rohmaterial auf Peer Steinbrück und Thilo Sarrazin reduzierte. Da aber der Vorsitzende der Partei Bündnis 90/Die Grünen Cem Özdemir aus persönlich-ethnischen Gründen jegliche Kooperation mit dem Zweitgenannten von vorneherein für ausgeschlossen erklärte, wurde Steinbrück die Krone aufgesetzt.
So einfach kann Politik sein, lieber Leser.

Eine traurige Meldung erreicht sämtliche Bierzeltbetreiber in Rheinland Pfalz: Kurt Beck gibt seinen Rücktritt bekannt. Zahlreiche Veranstalter hoffen auf einen Termin nach den Wein- und Oktoberfesten. Niemand steche so gut Fass, wie der Beck – das macht er krass, prahlt ein Aufkleber auf seinem Porsche. Er wird fehlen.

Nichtsteinbrück-Nachrichten

Ansonsten ist in dieser Woche eigentlich nur belangloses passiert:
German Wings verzichtet von nun an gänzlich auf sämtliche Inspektionen, da es keinen Sinn mehr habe, und in Spanien schnorren Banken den ESM um Milliardenbeträge an. Um in Zukunft den bürokratischen Weg zu verkürzen, fordern erste Vorschläge europäischer Politiker, dass deutsche Bürger einfach direkt Anleihen ausländischer Banken aufkaufen sollen. Außerdem behindert Buffier NSU-Ermittlungen, indem er sich tagelang schlafend stellt.

In China bricht der Kommunismus aus und Mahmud Ahmadinedschads Rede bei der UN-Vollversammlung  wird wie gewohnt von den USA und Anhang mit der Begründung boykottiert, dass der iranische Präsident behauptet haben soll, USA seien angriffslustig und doof.
Vermutlich werden solche Unannehmlichkeiten Irans EU-Beitritt zusätzlich behindern.

Eine erschütternde Statistik zum Schluss: 78% der Deutschen sind nicht komplett.

 fed; Foto: © karenNeoh, CC BY 2.0

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