SPD spendet nicht mehr benötigte Wahlplakate an bedürftige Familien

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Berlin (dwp) – Die SPD-Spitze hat am Montag beschlossen, die für den Wahlkampf nicht mehr benötigten Wahlplakate an bedürftige Familien zu spenden. Mit dem Verschenken der teuren Werbeträger wolle man das im sozialen Segment angestaubte Image der Sozialdemoraten aufpolieren. In den vergangenen Monaten habe es viel Kritik speziell dazu gegeben, heißt es.

„Ich werde mich persönlich dafür einsetzen, dass jede Familie mindestens eines der Plakate bekommt“, ließ der ehemalige Kanzlerkandidat Martin Schulz über seine Pressestelle mitteilen. Im Wahlkampf habe er sich immer wieder anhören müssen, den sozialen Auftrag der SPD vernachlässigt zu haben. Dank der Spendenaktion sollte damit nun endüglitig Schluss sein. Insgesamt werden nämlich Plakate im Wert von etwa 400.000 Euro an sozial schwache Familien verschenkt. Noch in diesem Monat sollen sämtliche SPD-Plakate von den Straßen demontiert und gespendet werden.

Die Spendenaktion bleibt auch von Mitstreitern nicht unbemerkt und sorgt für neuen Zündstoff auf der politischen Bühne. So hatben etwa die Union, AfD und die Grünen, die ihre Plakate nach Aussage Schulz‘ „einfach brutal vernichten lasst, sobald sie sie nicht mehr brauchen“, den Sozialdemokraten billigen Populismus vorgeworfen. Einzig die FDP lässt ihre Werbeträger ebenfalls unangetastet. Diese sollen aus ökonomischen Gründen bis zur nächsten Bundestagswahl in Christian Lindners Spiegel- und Ankleidezimmer zwischengelagert werden.

fed; Bild: Statsministerens kontorCC BY-NC 2.0

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