Snowden: „Russische Geheimdienste spähen uns alle aus“

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Edward-Snowden-Verräter-NSA-Flucht
Edward Snowden verrät Russland
Guckt immer gleich: Edward Snowden

Der wegen Geheimnisverrats gesuchte Edward Snowden kann es offenbar nicht lassen. Gestern erst russisches Asyl angenommen, setzt er schon heute fort, was er am besten kann: Er verrät das Land, in dem er lebt.
MOSKAU|ndw

[dropcap]S[/dropcap]eit Juni ist der ehemalige NSA-Systemanalyst auf der Flucht. Sein Weg führte über Hongkong nach Moskau und mündete in einer Transitzone des Scheremetjewo-Flughafens. Russland war nie sein präferiertes Ziel, denn er hatte keine Handschuhe dabei, doch blieb er mit Asylanträgen in der restlichen Welt überwiegend erfolglos. Selbst Deutschland musste ablehnen, weil Snowden durch den obligatorischen Sprachtest fiel.

Seit gestern ist Snowden ein russischer Asylant und darf endlich die neutrale Transitzone verlassen. Über die Balalaika spielenden Bären auf den Straßen Moskaus ist Edward kaum verwundert – als ehemaliger Geheimdienstler ist er über diverse Staaten genauestens informiert. Nur der Schnee im Sommer stört ihn ein wenig.

Das Jobangebot des russischen Geheimdienstes nahm der erfahrene Techniker ohne große Bedenken an, denn für eine Umschulung fühlte er sich schon zu alt. Doch bereits am zweiten Arbeitstag musste er feststellen, dass auch der russische Geheimdienst geheime Operationen durchführt, was Spionagen nicht ausschließt. „Für ein Land, das die eigenen Bürger regiert, will ich nicht arbeiten„, verkündet Snowden infolgedessen am heutigen Morgen und plant bereits seine Flucht. Diese soll über Großbritannien in die USA führen, denn dieses Land sei laut Geheimdienstquellen der einzige Ort, um vor russischen Behörden in Sicherheit zu sein.

Satire - Online - Nachrichten - Magazinfed; Artikelbild: © publicDomain 

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