Keine Todesstrafe für Snowden: Obama für weiteren Friedensnobelpreis nominiert

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Snowden keine Todesstrafe Folter
Obama erhält weiteren Friedensnobelpreis
Hält Buch falsch herum: Aufgeregter Obama (2009)

Der ehemalige NSA-Mitarbeiter Edward Snowden muss im Falle einer Rückkehr in die USA nicht mit Folter oder Todesstrafe rechnen, so der Justizminister Eric Holder. Diese Zusage wurde von US-Präsident Barack Obama persönlich entworfen und sichert dem afro-amerikanischen Staatsmann eine weitere Nominierung für den Friedensnobelpreis · OSLO|ndw

[dropcap]D[/dropcap]er wegen Geheimnisverrats flüchtige Edward Snowden werde, sollte er angeklagt werden, „lediglich vor ein Zivilgericht gestellt„, so Eric Holden in einem Brief an die russischen Kollegen. Obama persönlich habe sich dafür eingesetzt, auf Folter und Todesstrafe weitgehend zu verzichten, heißt es weiter im diplomatischen Schreiben. Diese weltweit einzigartige Milde für einen Kapitalverbrecher legt vermutlich das Fundament für einen weiteren Friedensnobelpreis.

Der Friedensnobelpreis ist die höchste Auszeichnung, die einem Staatsführer zukommen kann. Bereits 2009 erhielt US-Präsident Barack Obama eine solche und wurde daraufhin stark kritisiert. Denn er war erst kurz zuvor ins Amt gewählt worden und hatte damals allein aus Zeitmangel noch nicht die Möglichkeit, genügend Gutes zu tun. Doch der Erfolg gibt ihm Recht: „Die aktuelle Nominierung zeigt, dass auch der erste Nobelpreis gerechtfertigt war„, verteidigt sich Obama in einer Pressekonferenz. „Denn eines sollte Ihnen klar sein – so schnell ändern sich Menschen nicht.

Obama sichtlich gerührt

Eine Nominierung für einen Nobelpreis kann sowohl vom zuständigen Komitee selbst, als auch von früheren Preisträgern erfolgen, was etwaige Manipulationen nicht ausschließt. Wer genau den aktuellen Vorschlag einreichte, bleibt allerdings im Verborgenen.
Obama selbst zeigte sich von der Nachricht sichtlich gerührt und hielt eine Spontanrede, die er nahezu auswendig vortrug. Darin kündigte er an, solle er selbst bei der Preisverleihung im Dezember verhindert sein, sogenannte Abholungsdrohnen nach Norwegen zu entsenden. Das Komitee hofft dabei auf einen gelungenen Scherz.

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Satirefed; Artikelbild: © publicDomain 

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