Schweiz baut Wohnheime für deutsche Einwanderer

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AARAU · Schweizer Kantone im Norden haben mit dem Bau erster Wohnheime für Deutsche begonnen. Das berichtet am Dienstag die Basler Zeitung. Bisher wurden „die Einwanderer aus dem Norden“ laut dem Blatt in ausgemusterten Schulen oder Kasernen untergebracht.

80.000 Auswärtige ziehen jährlich in die Schweiz, davon allein 14.000 aus Deutschland. „Für einen Staat mit acht Millionen Einwohnern ist der Zustand kaum zu ertragen“, beschreibt Nico Bachmann, ein gebürtiger Schweizer, die gegenwärtige Situation. „Überall sprechen sie deutsch, essen Sauerkraut und sind überpünktlich. Zum Kotzen.“ Im Sommer 2013 beschließt die schweizer Regierung, um „das Ausländerproblem einzudämmen“ die Einrichtung sogenannter „Bratwurstheime“ – Wohnanlagen für deutsche Einwanderer.
Doch schon im Herbst beginnen erste Proteste gegen die Plattenbauten, zunächst noch unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Mehrere Hundert rechtskonservativer Schweizer bewerfen die deutschen Heimbewohner mit Käse und zünden Lederhosen an. Die Regierung in Bern ist alarmiert, hält jedoch an dem Ausbau der „Bratwurstheime“ fest.

Die am vergangenen Sonntag von der national-konservativen SVP organisierte Volksabstimmung verdeutlicht die Aktualität des Problems. Mehr noch: Von nun an sollen nicht nur neue Zuwanderungsströme reglementiert, sondern auch erste Gespräche über „sprachbedingte Aufenthaltsverbote“ geführt werden. Für Einwanderer aus der BRD heißt das im Klartext, dass „jeder, der Hochdeutsch oder einen ähnlichen deutschen Dialekt spricht“, jederzeit mit einer Ausweisung rechnen muss.

Satire - Online - Nachrichten - Magazinfed; Artikelbild: © Fridolin freudenfett (Peter Kuley)CC-BY-SA-3.0

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