SchülerVZ: Nachricht über Schließung führt zu millionenfachen Neuanmeldungen

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StudiVZ - Abschaltung - Schließung - Satire
Allerletzter Screenshot: SchülerVZ
Allerletzter Screenshot: SchülerVZ

Noch gestern lagen Pläne des einstigen deutschen Facebook-Pendants zur Schließung eines seiner Segmente bereit. Die Nachricht über das baldige Ende führte jedoch zu unzähligen Registrierungen, da die meisten das Angebot des SchülerVZ vorher noch gar nicht kannten.
BERLIN|ndw

[dropcap]S[/dropcap]oziale Netzwerke gibt es wie Sand am Meer – in Deutschland nämlich so gut wie gar nicht. Nun drohte sogar das einst sehr erfolgreiche deutsche Fossil der sozialen Kommunikation, zum 30. April seinen Onlinegeist zu quittieren. Die Rede ist von SchülerVZ.

Die 2007 gegründete Plattform war als firmeninterner Ableger des StudiVZ-Netzwerks explizit für Schüler konzipiert und erfreute sich neben weiteren virtuellen Filialen, wie MeinVZ oder der Partnerversion für Erwerbslose DemSeinVZ, größter BeliebtheitEs sollte Freundschaften schließen, das Stalken erleichtern und Facebook aus dem regionalen Raum verdrängen. Doch es kam anders. Die Mitgliederzahlen sanken zugunsten des großen Bruders aus Übersee in exponentieller Manier.

In seiner Verzweiflung entschloss sich das Nachwuchsmanagement zu einem entscheidenden letzten Schritt: „Wir wollten nicht warten, bis auch die letzten Mitglieder verschwanden und nur noch wir selbst mit unseren Müttern übrig blieben„, gesteht der junge Unternehmer Magnus Schnuck und verschweigt die clevere Absicht hinter der Aktion. Denn nur in den wenigen Tagen seit der Bekanntgabe konnte das Netzwerk wegen des generierten Hypes knapp über eine halbe Million neuer Registrierungen verbuchen.

Neukundin Milena K., die bereits seit Jahren ihre Facebook-Gemeinde mit guten Sprüchen versorgt, erinnert sich: „Ich habe mich vorgestern unbekennender Weise angemeldet und bereue nichts. Sowieso gar nichts in mein Leben. Und ja, die find` ich richtig gut diese Seite. Die ist nicht so blau wie Facebook und ich kann meine Gedanken noch viel mehr Öffentlichkeit opferieren.“
Wir drücken die Daumen.

fed; Screenshot:  SchülerVZ.net

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