Entrüstung: Saudi-Arabien liefert Geld nach Deutschland

Von am 3. Dezember, 2012

Während sich Kritiker mit Rüstungsexporten Deutschlands beschäftigen, wird ein wesentlicher Prozess international übersehen: Saudi-Arabien sowie andere Demokratien exportieren Geld. Und das zu einem Großteil sogar nach Deutschland.

HAMBURG ndw – “Es gibt nichts stilleres als eine geladene Kanone“, philosophierte einst Heinrich Heine in Unkenntnis der deutsch-arabischen Verschwiegenheit. Denn – so behauptet zumindest die Opposition – nichts sei so still wie die Rüstungsverhandlungen zweier Staaten. In der Tat liefert Saudi-Arabien regelmäßig beträchtliche Geldsummen nach Deutschland. Was aber damit im Detail bezweckt werden soll, bleibt der Öffentlichkeit vorenthalten.

Das wiederum bietet genügend Raum für sogenannte Verschwörungstheorien. Wen mag es wundern?
So behaupten Hobby-Analytiker, der Geldtransfer aus Saudi-Arabien sei gar kein selbstloses Geschenk. Das Studium vergangener monetärer Transaktionen lege den Verdacht nahe, Deutschland erwäge die Bezahlung der arabischen Geldware mit der international anerkanntesten Währung: Mit Panzern.

Mit Radpanzern des Typs Boxer, um genau zu sein. Woher die alternativen Thinktanks ihre Informationen beziehen, wird allerdings nicht offen gelegt.
Fest steht zumindest, dass weder Bundesregierung, noch der Besitzer von Saudi-Arabien diese Gerüchte bisher dementiert haben. Warum auch? Schließlich liefere das arabische Königreich nicht die Katze im Geldsack, sondern Euroscheine – die derzeit modernste Papierware weltweit.

Währenddessen fürchten Kritiker den Präzedenzfall. Man ängstige sich vor der dem Gedanken, jemand käme auf die Idee, mit Geld Handel zu betreiben.
Etwas paranoid diese Verschwörungstheoretiker, falls Sie uns fragen.

fed; Foto: ©  Thorben Wengert  / pixelio.de

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