Saarland führt ISDN ein

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Saarbrücken (dw) – Wie aus Regierungskreisen bekannt wurde, wird Saarland noch in diesem Jahr die ISDN-Technologie einführen. Der Netzausbau beginnt zunächst in Saarbrücken und wird in den Folgejahren im gesamten Bundesland fortgesetzt. Mit der ISDN-Technologie – so Verkehrsministerin Anke Rehlinger – sollen im Vergleich zum Analogmodem (56 kBit/s) Surfgeschwindigkeiten von bis zu 128 kBit/s erreicht werden sowie gleichzeitiges Internetsurfen und Telefonieren möglich sein.

Mit ISDN entfallen neben langen Verbindungszeiten auch die nervigen Modemgeräusche beim Einwählen ins Internet, meinen Experten. Zudem erhält jedes Familienmitglied dank mehreren Parallelleitungen eine eigene Telefonnummer. Bei eingehenden Anrufen wird außerdem die Anschlussnummer des Anrufers auf dem Display angezeigt.

Für die reibungslose Umstellung werden allerdings weitere Geräte benötigt, die zum Teil mit Kosten verbunden sind, wie etwa ein ISDN-Telefon oder eine entsprechende ISDN-Karte für den PC. Zudem wird ein Pentium 4 sowie mindestens Microsoft Windows 98 vorausgesetzt, was die ISDN-Inbetriebname in öffentlichen Einrichtungen Saarlands erschweren dürfte. Ein NTBA-Gerät, das den Anschluss verschiedener ISND-fähiger Endgeräte im Haushalt regelt, erhält man von der Telekom dagegen umsonst.

Die Einführung der neuen Technologie wird Saarland – so die bisherigen Schätzungen der Regierung – etwa 12 Millionen D-Mark kosten.
fed; Hinweis: Artikel erschien schon einmal so ähnlich; Foto [M]: TUBS /CC BY-SA 3.0

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