Putin schickt olympisches Feuer zurück nach Griechenland

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SOTSCHI/ATHEN · Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Dienstagmorgen einen sogenannten Fackelrücklauf (Бег с факелом назад) angekündigt. Damit wehrt sich der Kremlchef laut Nachrichtenagentur RIA Novosti nicht nur gegen „westliche Überbleibsel in Russland“, sondern bereitet dem ohnehin kostspieligen Projekt auch „einen spektakulären Abschluss“.

„Wir brauchen hier keine Almosen aus dem Westen“, begründete der russische Präsident in einer Pressekonferenz am Dienstag den ersten „Fackelrücklauf“ in der Geschichte der olympischen Spiele. Sein Land habe genügend eigenes Feuer sowie Gelder, mit denen Feuer notfalls hergestellt werden könne. Im weiteren Verbleib des olympischen Feuers in Russland sehe das Staatsoberhaupt daher keinen Sinn.

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Gibt Geliehenes immer zurück: W. Putin

Twer, Smolensk, St. Petersburg, Magadan, Petropawlowsk und Essen Kray sind nur einige Stationen auf dem mehrmonatigen Fackelrücklauf nach Griechenland, der schon am morgigen Mittwoch beginnen wird. Am 12. April soll ein Eisbrecher mit der olympischen Flamme von Murmansk aus den Nordpol erreichen. Von dort aus startet die Fackel (aus Sicherheitsgründen unangezündet) dann mit einer Sojus-Rakete zur ISS. Die Landung ist auf dem Südpol geplant.

Guter Zweck – Kritik aus dem Westen bleibt aus

Sollte alles ohne Zwischenfälle verlaufen, wird das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Fackel am 2. Juni 2014 im griechischen Olympia in Empfang nehmen und das „meistgereiste olympische Feuer in der Geschichte“ (138.000 km) im Anschluss auf Ebay versteigern. Laut IOC-Präsident Thomas Bach gelte der Erlös daraus einem guten Zweck und gehe „direkt und ohne Umwege“ an die griechischen Banken.

Satire - Online - Nachrichten - Magazinfed; Artikelbilder: © ricky.montalvoCC BY-ND 2.0 | kremlin.ru, CC BY 3.0

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