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Steinbrück - Putin - Satire

Putin vor Rücktritt – Spekulation um Nachfolger

An der Spitze Russlands deutet sich ein einschneidender Wechsel an. Präsident Putin soll seinen Rückzug aus der aktiven Politik angekündigt haben. Die Diskussionen um seine Nachfolge beschäftigen auch die deutsche Politik.
MOSKAU/BERLIN|ndw

[dropcap]D[/dropcap]er wegen anhaltender Gesundheitsbeschwerden angeschlagene russische Präsident Wladimir Putin steht angeblich kurz vor dem Rücktritt. Aus Kremlkreisen wurde bekannt, dass ein Wirbelleiden ihn zu diesem Schritt zwinge. Auf Anraten seiner Ärzte werde er eine langwierige Kur antreten müssen. Über seine Absichten habe er Kanzlerin Merkel bei ihrem Staatsbesuch in Moskau vorgestern persönlich informiert.
Als möglicher Nachfolger Putins ist SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück im Gespräch. Ihm böte der neue Posten die Chance, einer mehr als wahrscheinlichen Wahlniederlage im Herbst auszuweichen.

Zudem soll ihm Putin ausreichend Beinfreiheit für die Durchsetzung seiner politischen Agenda und eine gut ausgerüstete Kavallerie zugesichert haben. Angeblich stellte Russlandkenner Gerhard Schröder den Kontakt zwischen beiden her, nachdem sich kein geeigneter russischer Kandidat gefunden habe.
Während Schweizer Diplomaten die Meldung bestätigten und leicht nervös auf den baldigen Machtzuwachs Steinbrücks reagierten, halten sich die Spitzen von Regierung und Opposition zu dessen unklaren Absichten vorerst bedeckt. Man wolle nicht vorschnell agieren, sondern zunächst eine Stellungnahme abwarten.
Auch die Vertreter der Hauptstadtpresse verhalten sich auffällig ruhig. Man sei derartige Verwirrspielchen schon lange gewöhnt. Ein altes Sprichwort in Berlin besage, Transparenz gäbe es ohnehin nur in Diktaturen.

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Gastbeitrag rem; Foto: ©  kremlinRu, CC BY 3.0

8 Kommentare

      • Jaja, aber wenn sich Putins Rückenleiden bessert? Dann ist Steinbrück doch noch zu lupenrein für den Rücktausch. Dann müsste Putin ja die Gulag-Kanone wieder auspacken.

        • Sie irren bedingt.
          Sollte Putins Rückenleiden sich wieder verziehen, müssen Steinbrück und Medwedjew sich gegenseitig die Haare kämmen.
          Der Gewinner wird dann Ministerpräsident.

          • Sorry, das mit der Gulag-Kanone habe ich übersehen, weil sie demokratisch umlackiert ist und mit „Quantanamera“ einen harmlose Erkennungsmelodie bekam.

    • Dachte ich im ersten Augenblick auch. Aber ich erinnere mich: es waren Gänse, die nachfolgen sollten!

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