Puff-Razzia endet nach 17 Stunden ohne Ergebnis

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Berlin (dwp) · Am Samstag Abend stürmten 25 bewaffnete Polizisten ein Bordell in der Kurfürstenstraße. Bei dem Etablissement lag ein Verdacht auf Prostitution vor. Die Beamten mussten allerdings den Einsatz nach einem halben Tag ohne Ergebnis abbrechen.

Ein herber Schlag für das Polizeipräsidium. Nach einem wiederholten Versuch, das Berliner Rotlichtmilieu zu destabilisieren, gab Einsatzleiter Bernd Schlömer den Befehl zum Abbruch. Das bewährte Prinzip „Abschreckung durch Überraschung“ schlug dieses Mal fehl.

Der Einsatzbefehl war eindeutig: Das Bordell sollte gestürmt und die Prostituierten gründlich durchsucht werden. Dabei verteilten sich die Beamten der Effizienz wegen einzeln auf die Zimmer und operierten dort mehrere Stunden. „Akribisch suchte ich im Bett nach Beweismaterial„, berichtet ein Polizist, der aus Sicherheitsgründen anonym bleiben möchte. Manche suchten sogar mehrere Male. Viele mussten später erschöpft und unverrichteter Dinge zum Sammelpunkt zurück kehren. Der Einsatz war kräftezehrend.
Das Problem mit der Prostitution sei aus Sicht des Polizeipräsidenten nicht neu und konsequent zu bekämpfen. Um dieser „gesellschaftlichen Pein“ präventiv zu begegnen, plane man nun regelmäßige Razzien in unterschiedlichen Bordellen. Auch mal in asiatischen, so Schlömer gegenüber der Weltpresse.
Um sich jedoch für die misslungene Operation in Berlin Mitte bei den Beteiligten zu entschuldigen, überreichten die Einsatzkräfte den Prostituierten in ihren Zimmern prall gefüllte Geschenkkörbe, wobei auch diese Zeremonie aus bisher unbekannten Gründen mehrere Stunden in Anspruch nahm.

Satire - Online - Nachrichten - Magazinfed; Artikelbild: © Libertinus, CC BY-SA 2.0 

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