Fälschung: Plagiatsvorwürfe gegen Steinmeiers Dissertation nur abgeschrieben

, in Menschen

Geschätzte Lesezeit: 17 Minuten, 0 Sekunden

BOCHUM · Von „Das kommt mir bekannt vor“ bis „Schamlos abgekupfert“ reicht die Kritik am Klageschreiben eines Dortmunder Professors. Darin beschuldigt der Wirtschaftswissenschaftler SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier, bei seiner Dissertation „an mehr als 400 Stellen“ abgeschrieben zu haben, bedient sich jedoch selbst bereits existierender Formulierungen.

Nach zu Guttenberg, Koch-Mehrin und Schavan erwischt es nun auch einen Plagiatsjäger: Ein Abiturient aus Bochum wirft einem Fachhochschul-Professor vor, bei seinem Plagiatsvorwurf gegen Frank-Walter Steinmeier von anderen Plagiatsvorwürfen „gnadenlos abgeschrieben“ zu haben.

Dabei ist der beschuldigte Hugo Siebert kein Unbekannter. Bereits vor Jahren hat er sich, neben seiner eigentlichen Tätigkeit, der Suche nach Plagiaten verschrieben. Siebert kritisiert grundsätzlich alles, was nicht im Original daher kommt – Doktorarbeiten, Billig-Marken und sogar Wiederholungen im Fernsehen prangert er an und schafft so, wie jedes erfolgreiche Konzept vor ihm, eine Plattform für Nachahmer.
„Es war daher nur eine Frage der Zeit, bis er von einem seiner Nachfolger erwischt wird“, meint der Oberstufenschüler Thorsten H.. Bei einer Hausaufgaben-Recherche im Internet stieß er auf Sieberts Abhandlung gegen Steinmeier, wobei ihm die verräterischen Übereinstimmungen mit bereits bekannten Texten sofort auffielen.
Glaubt man seiner Analyse, habe der Wirtschafts-Professor sich bei seinen Vorwürfen bei bereits zuvor formulierten Anschuldigungen, und somit bei anderen Autoren, bedient.
Thorsten H., der ursprünglich Journalist werden wollte, wird nun die Schulausbildung vorzeitig abbrechen, um sich auf die Suche nach Plagiatoren zu spezialisieren. Denn so habe er auch ohne Studium Kontakt zu den „ganz Großen“ der Politik.

Satire - Online - Nachrichten - Magazinfed; Artikelbild: © arne.list, CC BY-SA 2.0 

facebook

Send this to a friend