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Freitag, 20. Januar, 2017

Österreicher neidisch auf Deutsche, weil sie Bundespräsidenten nicht selbst wählen müssen

Wien (dw) – Laut einer repräsentativen Umfrage werden deutsche Wahlberechtigte von ihren südlichen Nachbarn beneidet, weil sie ihren Bundespräsidenten nicht jedesmal mühsam selbst wählen müssen, sondern von anderen Politikern demokratisch bestimmen lassen können. Das sei clever, denn damit ersparen sich Deutsche – so der Tenor der Österreicher – komplizierte Aufgaben wie Auszählungen der Stimmen oder Einkauf von Briefwahlumschlägen. Warum die Österreicher noch an der veralteten Wahlmethode des Bundespräsidenten festhalten, ist unklar.

Die Weltpresse, in Politik am

„Die Deutschen haben echt Glück mit ihrem Bundespräsidentenwahlsystem“, meint die österreichische Wählerin Martha L. L. hat in diesem Jahr bereits zweimal erfolglos gewählt und will es nun zum allerletzten Mal versuchen. Sollte auch diese Wahl am kommenden Sonntag scheitern, will die 32-Jährige endgültig aufgeben und nach Deutschland auswandern. Zu peinlich sei ihr das Ganze.

Die Angst der  österreichischen Wähler ist laut der Umfrage tatsächlich sehr hoch. Viele rechnen mit falsch ausgefüllten Wahlzetteln, abgebrochenen Stiftminen oder zu stark verklebten Briefwahlumschlägen, berichten die Interviewer.

Die Organisatoren der Wahlen sehen dagegen die Schuld nicht bei sich. Auch in der Vergangenheit habe man alles versucht, aber die Wahl eines Bundespräsidenten sei einfach zu kompliziert; nicht zuletzt, weil Millionen Menschen daran beteiligt sind. Und viele Köche verderben bekanntlich den Brei.

fed 

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