Deutschlandbesuch: Obama enttäuscht über so viele Straßensperren in einer Demokratie

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Um Deutschland besorgt: Barack Obama

Am Dienstag Abend traf Barack Obama in Berlin ein, um sich vom G8-Gipfel zu erholen und für Demokratie zu werben. Doch die Straßensperren auf dem Weg ins Hotel trübten die Stimmung. Deutschland müsse in Sachen Freiheit noch einiges lernen, so der US-Präsident.
BERLIN|ndw

[dropcap]E[/dropcap]r winkt, lächelt, gibt jedem die Hand. Ein Küsschen für Außenminister Westerwelle. Obama ist bei seiner Ankunft in Deutschland sichtlich entspannt und freut sich auf das bevorstehende Programm. Auf dem Weg ins Hotel offenbart sich ihm aber ein Bild des Grauens: Menschen stehen zusammengepfercht an Metallgittern, sind aufgeregt, rufen etwas. „Vermutlich nach Hilfe„, denkt der US-Präsident – er kann es aus der gepanzerten Limousine nicht richtig erkennen. „Wie Hühner standen sie da. Sie konnten nicht weg, nicht nach Hause„, wird Obama später berichten. „Viele Straßen waren einfach gesperrt. Sogar der Luftraum über Berlin war dicht.“ Obama ist fassungslos.

Wie soll es jetzt weitergehen? Gute Miene zum bösen Spiel? Gleich beginnt schon das politische Programm: erst zeigt ihm Bundespräsident Gauck den Reichstag und die schönsten Starbucks-Filialen der Stadt. Bevor Obama am Nachmittag dann seine Rede hält, wird de Maizìere ihm die Drohnen vorführen und belegen, dass diese wirklich kaputt sind. Darauf hatte sich der geübte Amerikaner am meisten gefreut.

Die Bundesregierung räumt ein, die vorgeworfenen Einschränkungen begangen zu haben. „Es sind bloß die üblichen Vorkehrungen für den Besuch eines Ausländers„, erklärt der Regierungssprecher irritiert, verschweigt aber die nicht aufgefallenen Maßnahmen. So wurde sogar der Dolmetscher Peer Steinbrücks kurzfristig abgezogen, um das diplomatische Verhältnis durch freche Zwischenrufe nicht unnötig zu belasten.

Satire - Online - Nachrichten - Magazinfed; Artikelbild: © borman818, CC BY 2.0

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