NSA beklagt mangelhafte Rechtschreibung in deutschem E-Mail-Verkehr

Krypto City, Berlin (dw) – Eine von der National Security Agency (NSA) durchgeführte Analyse brachte bei über zwei Dritteln des deutschen Schriftverkehrs „mangelhafte bis ungenügende Rechtschreibung“ zu Tage. Außerdem seien über 90 Prozent der Telefonate „belanglos und objektiv uninteressant“. Das gleiche gelte auch für E-Mail-Konversationen (97 Prozent) sowie SMS-Nachrichten (99 Prozent).

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Der amerikanische Geheimdienst NSA beklagt nach einer Analyse vom Vorjahr „unzureichende Rechtschreibung“ im Schriftverkehr deutscher Bürger. Dafür seien SMS-Nachrichten, der beliebte Smartphone-Messenger „WhatsApp“ sowie verschiedene E-Mail-Dienste untersucht worden. Das Ergebnis: über 6o Prozent der Deutschen verzichten partiell, über 35 Prozent sogar ganz auf Zeichensetzung sowie Groß- und Kleinschreibung. Lediglich 4 Prozent (3,28 Mio) der Bundesbürger beherrschen die deutsche Rechtschreibung in „angemessenem Umfang“.

Ferner seien laut der Agentur alle bisherigen, für Abhörmaßnahmen geeigneten Quellen durch „sinnloses Geplänkel“ und „floskelhafte Unterhaltungen“ aufgefallen, so Marc Bauder, der Sprecher der deutschen NSA-Niederlassung. Laut Bauder sei auch dieser Umstand „durchaus störend“, jedoch das Auslesen der „schlecht geschriebenen Texte“ das weitaus größere Problem, da das Dechiffrieren solcher „fehlerhaften Rechtschreibung“ speziell dafür ausgebildete Fachkräfte erfordere und somit zusätzliche Kosten verursache.

Um dem Kostenproblem entgegenzuwirken, plane der US-amerikanische Geheimdienst in Zukunft eine Ausweitung der Abhörmaßnahmen auf Bereiche, die nur wenige bis keine schriftliche Eingaben erfordern. So seien laut NSA Germany Telefonate immer noch eine beliebte Abhörquelle, dicht gefolgt von sozialen Netzwerken sowie beliebten Smartphone-Apps.
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