NPD spricht sich gegen FDP-Verbot aus

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NPD - FDP - Verbot - Satire
Verteidigt die FDP: Holger Apfel
Verteidigt die FDP: Holger Apfel

Seit einigen Tagen steht die NPD unter intensiver Kritik. Holger Apfel, der Vorsitzende der Partei, sprach sich nämlich bei einer Kundgebung ausdrücklich gegen ein Verbot der FDP aus. Über die Gründe für diese Haltung kann lediglich spekuliert werden.
BERLIN|ndw

[dropcap]D[/dropcap]ummheit kann man nicht verbieten.“ Mit dieser Begründung versucht der NPD-Präsident Holger Apfel, seine umstrittene Entscheidung zu legitimieren. Seit Jahren existieren Bestrebungen, die monetärextreme Partei FDP zu verbieten – doch jedes Mal kommt etwas dazwischen. Aktuell ist es ausgerechnet die NPD, die sich gegen ein solches Verbot auflehnt. Man halte nichts von radikalen Entscheidungen, verteidigt sich Apfel vor der nationalen Presse: „Ja, die FDP ist insgesamt zu verurteilen. Aber wo kommen wir denn hin, wenn wir beginnen, Parteien und deren Meinungen – seien sie noch so absurd – zu zerschlagen?“

Trotz dieser eindeutigen Aussage bleiben die wahren Motive größtenteils im Verborgenen. Kritiker vermuten, der NPD sei es daran gelegen, eine Partei wie die FDP „im Blick“ zu behalten. Schließlich sei es von Vorteil, einem FDPler seine Gesinnung direkt anzusehen. Eine Auflösung der Liberalen hätte nämlich zufolge, dass sich ehemalige Mitglieder unbemerkt unter andere Parteien mischten und unsichtbar blieben, so die Expertenschätzung.

Vorteile eines FDP-Verbots

Aber auch der Zentralrat der Duden äußerte seine Bedenken bezüglich der Aufrechterhaltung der Rösler-Partei. „Das Festhalten an einer derartigen Akkumulation fataler Rechtschreibung sowie menschenverachtender Armutsverleugnung kann unmöglich allgemeines Interesse tangieren„, lautet der orthographisch korrekte Einwand.

Welche dieser Schätzungen auch zutreffen mag, es manifestiert sich der bittere Eindruck, man wolle nur einen Verantwortlichen bestimmen, um ein Verbot zu vereiteln. Dabei hätte bereits ein Abzug der V-Leute aus der FDP einen signifikanten Vorteil: bei der nächsten internen Abstimmung wäre nämlich niemand mehr da, der Philipp Rösler seine hochfrequente Stimme verlieh.

fed; Artikelbild: © j.budissin, GFDL

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