EZB: Neue Euro-Scheine sollen durch Verbotszeichen Fälscher abschrecken

Von am 5. November, 2012
Ab sofort fälschungssicher: Geld

Ab sofort fälschungssicher: Geld

Die EZB bringt voraussichtlich im Mai 2013 neue Euro-Banknoten in Umlauf. Das besondere Augenmerk legt die Egozentrische Bank dabei auf die Sicherheit gegenüber der Fälscherkultur.
FRANKFURT A.M|ndw

Wasserzeichen, Hologramme, Metallfäden, Spezialpapier und fluoreszierende Fasern – all diese trickreichen Mittel, um Fälschern das erlernte Handwerk zu legen, gehören vermutlich ab Mai 2013 der Vergangenheit an.
Laut Mario Draghi, dem Vorsitzenden der Europäischen Zentralbank, seien die bisherigen Bemühungen, Falschgeldproduktion zu unterbinden, zwar solide, jedoch nicht ausreichend bedrohlich gewesen, weshalb Plagiatis Monitae – zu deutsch: Falschgeld – sich unausweichlich verbreitete.

Die nächste Generation des europäischen Geldes zeichnet sich durch Pragmatik aus.
Links auf der Vorderseite des Geldscheins wird deutlich sichtbar ein Zeichen angebracht, das blanke Scheine in einem durchgestrichenen Kreis zeigt – quasi ein Verbotsschild für Fälscher, das abschrecken soll.
“Diese Maßnahme habe sich auf Straßen und in Nichtraucher-Kneipen hervorragend bewährt”, verkündet der EZB-Chef hoffnungsvoll und ergänzt: “Warum also nicht auf Papiergeld? Schließlich ist Papier ein natürliches Produkt, das auf Bäumen wächst.”

Der neue Euro

Gegen eine solche Argumentationsgewalt ist nur schwer anzukommen. Und so beschließen die Verantwortlichen kurzerhand, das vielversprechende Projekt anfänglich mit dem Fünfeuro-Schein zu beginnen.
Sollte sich dieses Verbot – wie von Mario Draghi überzeugend dargelegt – bewährt haben, werde nach und nach auch das übrige Scheingeld adäquat markiert und in den Verkehr gebracht.
Eine anderweitige optische Varianz ist für die meisten Teilnehmerländer des Euros nicht vorgesehen.

Voll sauer: Geldfälscher

Für Griechenland, Irland, Spanien und Portugal soll allerdings eine gesonderte Regelung eintreten.
Diese Staaten werden ab 2013 mit dem sogenannten Proviseuro versorgt, deren Noten voraussichtlich mit Bleistift gezeichnet werden.
Eine monetäre Spezialität erwartet auch andere südliche Nationen. Dort wolle man aufgrund des feurigen Temperaments eine zusätzliche Warnung auf die Geldscheine drucken.
Bisherige Umfragen unter italienischen Geldfälschern ergaben, dass eine drohende Faust den größten Effekt erziele, um gegen die Plagiatoren zu bestehen.

Da auch Münzen gerne gefälscht werden, wird dieses System ebenfalls auf mögliche Schwachstellen untersucht.
Der beste Änderungsvorschlag entspringt abermals der Intelligenz des EZB-Präsidenten und soll das europäische Hartgeld mit kleinen Perpetua Moblilia ausstatten. Laut Draghi sei es kurzfristig unmöglich, diese zu kopieren.

  fed; Foto oben: © jLogan, CC BY-SA 3.0, Foto rechts: Benjamin Thorn  / pixelio.de, Bearbeitung: NichtDieWelt 

  • Sutschki

    first;)

banner