Neue StVO: „Der, wo am fahren ist“ soll „Autofahrer“ ablösen

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StVO - Geschlechtsneutral - Gleichberechtigung - Satire
Versucht, anonym zu bleiben: die Auto fahrende
Versucht, anonym zu bleiben: die Auto fahrende

Nach der zum 1. April dieses Jahres beschlossenen geschlechtlichen Gleichschaltung der StVO verlangen nun auch emanzipierte Bildungsvertreter eine adäquate Anpassung der deutschen Sprache.
BERLIN|ndw

[dropcap]S[/dropcap]eit Anfang des Monats gilt eine Neufassung der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO), die erstmalig in der Geschichte geschlechtsneutrale Ausdrücke vorschreibt. Damit sei ein großer Schritt für die Gleichstellung der Frau im Verkehr getan, meint Bundesratspräsident Winfried Kretschmann, der die notwendigen Änderungen ratifizierte und konkretisiert: Ich gehe mit der StVO gänzlich d`accord, wenn es heißt, ‚Verkehrsteilnehmer‘, ‚Fußgänger‘ und insbesondere ‚Autofahrer‘ sei aufgrund des geschlechtsspezifischen Genus diskriminierend. Besser ist es daher, zu sagen: ‚der gut Auto fahrende‘ oder ‚die schlecht Einparkende‚“.

Ungerechtigkeiten zwischen Mann und Frau seien laut Experten jedoch nicht die einzigen sozialen Unausgewogenheiten unserer Gesellschaft. So fordern Repräsentanten des Fördervereins dummer Jugend (FDJ) intelligentneutrale Begriffe für den Straßenverkehr. „Dat Jessica, wo am fahren ist, ist wieder schwanger.“ sei dabei eine glückliche Lösung für alle Beteiligten, konstatiert der FDJ. Schließlich sei dabei nicht zuletzt die Verwendung des Genus vollkommen willkürlich und somit eine sinnvolle Erweiterung für das geschlechtsneutrale Konzept.

Es gibt aber nicht nur Befürworter alternativer Intelligenz. Manche am Verkehr teilnehmenderinnen¹, die ja erst kürzlich in den Genuss einer Sonderbehandlung gekommen sind, fürchten durch eine Aufwertung einer weiteren Randgruppe, jene Sonderrechte wieder einbüßen zu müssen und protestieren, wie das Foto belegt, mit kollektiver Anonymität.
¹noch allgemein ungewohnte geschlechtsneutrale Bezeichnung einer Autofahrerin

fed; Artikelbild: © Menno van der Horst, CC BY 2.0

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