NATO will 3 Soldaten in Nordliechtenstein stationieren

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Angesichts der Eskalation in der Ost- und Südukraine will die NATO „bis zu drei Soldaten“ nach Liechtenstein entsenden. Der Nachbar der Schweiz und Österreichs gehöre selbst zwar nicht zu dem Militärbündnis, nehme „eine militärische Unterstützung angesichts der unsicheren Lage“ jedoch dankbar an. Der Binnenstaat hatte zuvor „wegen direkter Bedrohung durch Russland“ um Hilfe gebeten. Neben dem Militärpersonal soll auch eine Munitionskiste sowie eine Monatsration Verpflegung im Norden Liechtensteins untergebracht werden.

„Wir werden niemanden im Stich lassen, der um Hilfe ersucht“, bestätigte am Dienstagmorgen NATO-Chef Anders Fogh Rasmussen die Meldung über eine Stationierung in Liechtenstein. Auch die Außenminister der USA, Deutschlands und Frankreichs attestierten den Vorgang. Russland habe laut Frank-Walter Steinmeier „bisher zu wenig zur Lösung des Konflikts beigetragen“. Mehr noch: Liechtenstein, wie auch schon Moldau und Polen zuvor, fühle sich durch den „östlichen Aggressor“ unmittelbar bedroht. „Unterstützung durch Freunde“ sei somit nur eine Frage der Zeit gewesen, so Steinmeier weiter.

Dabei will das Militärbündnis sämtliche Kapazitäten Liechtensteins ausnutzen: In dem provisorisch errichteten Stützpunkt in der Noflerstraße nahe der österreichischen Grenze sollen bis zu drei voll ausgerüstete Soldaten Platz haben. Für Munition, Verpflegung und mobiles Internet samt Twitter-Account sei ebenfalls gesorgt. Sobald die Soldaten gefechtsbereit sind, werden sie mit dem Bus der Linie 36 zum Standort gebracht. Denn eine standardmäßige Stationierung per Fallschirm musste nach mehrmaligem Scheitern abgebrochen werden, da die Soldaten mal in der Schweiz, mal in Österreich landeten. Ein gemeinsames Manöver mit der „Liechtenstein-Truppe“ plane die USA bereits für Mitte Mai.

Satire - Online - Nachrichten - Magazinfed; Arianselmani, CC BY-SA 3.0

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