Gaza: Umbenennung in ‘Fernost’ soll ‘Nahost’-Problem lösen

Von am 19. November, 2012

Eine geniale Idee eines Theoretikers löst das langjährige Problem rund um Israel und Palästina. Zumindest für Europa.
GAZA|ndw

Teenager sind nicht immer einfach und die Zusammenkunft von Israel und Palästina ist vergleichsweise jung.
Seit deren Beginn betreibt man eine Siedlungspolitik, die insbesondere mit militanten Palästinensern zu blutigen Konflikten geführt hat.

Während die Einen die Anderen beschuldigen, ihr Land zu besetzen, monieren die Anderen, dass die Einen nicht aufhören, sich gewaltsam zu wehren. Diese verworrene Akkumulation gegenseitiger Forderungen zeigt lediglich die Verantwortung beider Parteien für die entstandene Diskrepanz.

Doch es gebe immer noch Hoffnung, beteuert der deutsche Rhetoriker Martin Kran und präsentiert sein kleines Notizheft mit den rettenden Aufzeichnungen.
Laut seiner Berechnungen müsse man lediglich den Begriff für den Nahen Osten in Ferner Osten umbenennen – und das Problem wäre vom Tisch.

Dabei beruft sich der Geisteswissenschaftler auf Albert Einstein und dessen Relations-Theorie. Von Deutschland aus gesehen, seien Palästina und Israel ja relativ weit entfernt, weshalb es legitim sei, dazu Fernost zu sagen, überzeugt Martin K. und reicht seine These im Parlament ein.

Der Bundestag nahm den Reformvorschlag freudig entgegen. Dank dieser Lösung sei es nicht weiter notwendig, die deutsche Zurückhaltung im Nahost-Problem zu rechtfertigen. Denn etwas, das im fernen Osten passiert, gehe einen ja nichts an, heißt es aus Reihen der Volksvertreter.

fed; Foto: ©  freedomHouse, CC BY 2.0

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