Angela Merkel punktet im Europawahlkampf mit Vollbart

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Berlin/Brüssel · Gut zwei Wochen vor der Europawahl gibt es einen Wechselkurs in Team Merkel: Nach der üblichen Eröffnung des Wahlkampfes in Hessen und Frankfurt will die Bundeskanzlerin nun laut CDU-Generalsekretär Peter Tauber „die übrigen Auftritte ausschließlich mit Vollbart bestreiten“. Einen Zusammenhang mit dem Erfolg von Conchita Wurst, der Siegerin des Eurovision Song Contests, hat die CDU/CSU bislang nicht bestätigt.

Wahlkampfauftritte der deutschen Staatschefin mit Vollbart sollen nach den Schwierigkeiten der vergangenen Monaten nun für mehr Popularität sorgen.
Die erste Rede mit Bart am Dienstagmorgen in einer niedersächsischen Kleinstadt sorgte für Bewunderung, aber auch für Irritationen. Befürworter der neuen Taktik lobten die Wandelbarkeit ihrer Kanzlerin und insbesondere die Fähigkeit, sich aktuellen Ereignissen anzupassen. Kritiker meinen jedoch, man müsse „in einer solch hohen Position nicht gleich jeden Trend mitmachen.“

Besonders viel Schelte kommt aber von der Opposition. Der aufgemalte Bart „wirke einfach nicht echt“ und sei somit „bewusste Täuschung des Wählers“, erklärte Linke-Chef Gregor Gysi auf einer internen Veranstaltung.
Die Kanzlerin selbst sieht laut Generalsekräter Tauber die Kritik um ihren Wahlkampf gelassen. Sollte „die Option mit dem Bart nicht funktionieren“, sei Merkel auch bereit, „mal einen spießigen Hosenanzug anzuziehen oder sich eine Männerfrisur schneiden zu lassen“.

Satire - Online - Nachrichten - Magazinfed; Alexander Kurz, CC BY-SA 3.0, Montage: Die Weltpresse

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