Mann, der nicht sofort zum Arzt ging, an Schnupfen gestorben

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Karlsruhe (dw) – Der 27-jährige Holger T. aus Baden-Württemberg ist in der vergangenen Nacht gestorben, weil er seinen Schnupfen auf die leichte Schulter genommen hatte. Über drei Tage litt T. an der Krankheit, ohne einen Arzt aufzusuchen, berichten seine Freunde. Dabei wollen ihn andere Schnupfen-Überlebende ausdrücklichst gewarnt haben.

“Holgers linkes Nasenloch war komplett zu”, erinnert sich ein Poker-Kumpel an den Montagabend kurz vor T.s Tod. Demnach soll es immer wieder am fraglichen Abend zu sekundenlangen Hustenanfällen und lautem Schnäuzen gekommen sein, berichten die Freunde. Doch T. ließ sich nicht belehren.

Als der Gastgeber schließlich darauf bestand, den Notarzt zu rufen, lehnte T. ab und fuhr verärgert trotz Schnupfens und Gänsehaut an beiden Unterarmen mit dem eigenen Auto nach Hause. Seine Kumpel vermuten, dass er auch an Kopfschmerzen litt, die er nicht zugeben wollte, um sie nicht noch mehr zu alarmieren.

Jetzt ist alles zu spät. Dabei weiß T. ganz genau, wie wichtig ein rechtzeitiger Arztbesuch sein kann: Erst im vergangenen Jahr hat er mit einem nach einem längeren Toilettenaufenthalt “eingeschlafenen Hodensack” eine Woche lang zu Hause ausgeharrt und diesen Zustand nur überlebt, weil er damals auf seine Freunde hörte am Ende doch zum Arzt ging.

fed; Bild [M]: © igorr1 / Depositphotos.com 

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