Deutsche Bank streicht Manager Monatsgehalt, um 14-Mrd-Strafe zahlen zu können

Eine selbstlose Aktion von Carsten Hoffmann beherrscht derzeit die Schlagzeilen der Wirtschatsnachrichten. Der langjährige Manager für die Sparte Futures und Swaps bei der Deutschen Bank hat sich am Freitag bereit erklärt, die gesamte von US-Behörden geforderte Strafsumme von 14 Milliarden US-Dollar für seinen Arbeitgeber zu übernehmen. Dafür will der 64-Jährige auf ein komplettes Monatsgehalt verzichten.

, in Geld

Geschätzte Lesezeit: 14 Minuten, 29 Sekunden

Frankfurt, Washington (dw) – Eine ungewöhnliche Maßnahme der Deutschen Bank beherrscht derzeit die Schlagzeilen der Wirtschatsnachrichten. Der Bankhaus hat am Freitag das September-Gehalt des langjährigen Managers Carsten Hoffmann gestrichen, um die gesamte von US-Behörden geforderte Strafsumme von 14 Milliarden US-Dollar begleichen zu können. Der 64-Jährige ist schon seit 1973 im Bereich Futures und Swaps für das deutsche Bankhaus zuständig..

Der Vorstand der Deutschen Bank sah sich zu diesem Schritt quasi genötigt und ist froh, dass Hoffmann anstandslos mitgespielt hat. Zu sehr hätte die offene Strafe dem Ruf des Unternehmens geschadet. Nun sei aber alles wieder in Ordnung. Auch die Aktie der Deutschen Bank ist nach der Zahlungsankündigung wieder gestiegen. Es gibt schon erste Vorschläge, den heldenhaften Hoffmann zum Mitarbeiter des Monats zu küren.

Der Manager gibt sich kämpferisch: “Das passt schon. Ich schlage mich irgendwie bis zum Ende des Monats durch. Und Anfang Oktober ist dann auch schon das neue Gehalt auf dem Konto.” Er hofft nur, dass seinem Arbeitgeber diesen Monat nicht noch eine weitere Milliarden-Strafe ins Haus flattert. Diese müsste dann bitte – so Hoffmann – ein anderer Deutsche-Bank-Manager übernehmen.

fed; Artikelbild: Tom Godber, CC-BY -SA 2.0

facebook

Send this to a friend