Pferd tritt zurück: Konsequenzen eines Fleisch-Skandals

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Lebensmittelskandal - Fleisch - Pferd - Satire
Hat keine Wahl: Pferd

Nachdem sowohl Pferd in Fleisch als auch Fleisch in Pferd entdeckt wurde, sind zuständige Behörden nicht mehr in der Lage, die Legitimation lebensmittlerer Qualität aufrecht zu erhalten und fordern Konsequenzen. Der Verantwortliche der Misere, ein Gaul mit guten Verbindungen, tritt daher mit sofortiger Wirkung zurück – (ndw)

[dropcap]E[/dropcap]in gelöster Knoten, ein aufgestützter Kopf, ein gesenkter Blick – Gaul Paul kennt bessere Tage. Er hat es lediglich allen Recht machen wollen. Jahrelang organisierte Paul Tierewitz Lieferungen verstorbener Artgenossen an Metzgereien in der gesamten Republik. „Der Nahrungskreislauf sieht vor, dass der Stärkere den Schwächeren frisst„, philosophiert Paul. Und der Tote, wenn auch mit mehr PS, ist immer der Schwächere.

Unter der weiß gefärbten Unschuldsfassade verbirgt sich ein rationaler Geschäftssinn. Ein unmenschlicher Geschäftssinn, der nach Meinung humaner Experten, nur Tieren vorbehalten ist: ein Mensch ist nämlich nicht in der Lage, mit Lebensmitteln, Medikamenten oder gar Wasser zu handeln; von nicht zum Verzehr geeigneten Organen ganz zu schweigen. Ein Mensch erhebt keine Zinsen auf Fehlleistungen, betreibt keine Kolonialgeschäfte unter dem Deckmantel von Demokratie und uriniert nicht im Stehen. So etwas machen nur Pferde.

Satire - Online - Nachrichten - Magazinfed; Artikelbild: © fir0002, GFDL 1.2

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