Leichtathletik-WM: Kugelstoßerin wegen Pinkelns im Stehen disqualifiziert

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Moskau (dwp) – Eine kuriose Festnahme überschattet die Leichtathletik-WM in der russischen Hauptstadt. Eine ausländische Kugelstoßerin urinierte widerrechtlich stehend im Botanischen Garten und wurde daraufhin vom Wettbewerb ausgeschlossen. Offenbar wusste sie nichts von diesem Verbot.

[dropcap]J[/dropcap]agen im Sitzen, trinken im Liegen, pinkeln im Stehen – Russland ist für raue Sitten bekannt. Das dachte sich offenbar auch die holländische Kugelstoßerin Mareike van der Pist und nutzte bei einem abendlichen Spaziergang einen öffentlichen Park, um sich zu erleichtern. Zwei Moskauer Polizeibeamte staunten nicht schlecht, als sie die kräftig gebaute Sportlerin pinkeln sahen, denn sie tat es im Stehen.

Nach sieben langen Minuten ahndeten sie das rechtswidrige Verhalten der Fremden. „Erst dachte ich, es sei ein heterosexueller Mann und damit alles in Ordnung„, beschreibt einer der Patrouillierenden den ungewöhnlichen Vorfall und schüttelt kopfschüttelnd den Kopf. Seinen Unmut darüber verbirgt der Beamte nicht, denn auch er weiß, dass man als Gast die Regeln des Gastgebers achten sollte.

Der sportliche Wettbewerb ist für die Niederländerin vorerst gelaufen, denn laut Art. 36 der Verfassung der russischen Föderation ist das Pinkeln im Stehen an öffentlichen Plätzen ausschließlich Männern erlaubt.
Sportfans erwartet jedoch keine Einschränkung, denn die russische Regierung will trotz des Zwischenfalls und der westlichen Kritik an der Verhaftung der Kugelstoßerin weiterhin an den Spielen festhalten.

Satire - Online - Nachrichten - Magazinfed; Artikelbild: © Bundeswehr-Fotos Wir.Dienen.Deutschland., CC BY-ND 2.0 

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