K.o.-Tropfen? Sylvia kann nach 5 Bier nur noch lallen

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WERNE · Tragisch: Am Samstag Abend soll eine Abiturientin (18) des St. Christophorus-Gymnasiums mit K.o.-Tropfen betäubt worden sein. Bereits nach wenigen Stunden der Abitur-Finanzierungsfeier fühlte sie sich benommen und zeigte Koordinationsschwierigkeiten. Wie es zu diesem Vorfall kam, ist bislang nicht geklärt.

Es war ihre eigene Vorfinanzierungs-Fete (VoFi-Fete), die Sylvia K. beinahe zum Verhängnis wurde. Sie ist in der Schule erfolgreich und versteht sich ausgezeichnet mit den meisten ihrer Mitschüler, weshalb sie mit vielen auf den baldigen Abschluss anstieß. Offenbar befand sich darunter auch ihr Peiniger.

Die Polizei geht von einer Attacke mit K.o-Tropfen aus, denn bereits nach wenigen Stunden der Veranstaltung fühlte sich Sylvia „irgendwie komisch“, lallte und kämpfte mit Gleichgewichtsstörungen. „Sie schwankte auf dem Weg zum Klo, redete Quatsch und hatte Lust auf Karaoke“, berichtet eine Mitschülerin. „Es war irgendwie gespenstisch, denn wir wussten nicht, wer ihr das angetan hatte.“
Selbst die Polizei tappt noch im Dunkeln, denn ohne eindeutige Kennung der K.o-Droge sei eine Auswertung der Blutprobe ein reines Glücksspiel, erläutert Oberkommissarin Martina Stengel, die zum Tatort gerufen wurde. „Das einzige, das wir mit großer Sicherheit sagen können, ist, dass der Täter offenbar mehrmals zuschlug, denn laut Berichten ging es der Geschädigten nach jedem Bier immer schlechter.“

Sylvia auf dem Weg der Besserung

Eine Anzeige gegen Unbekannt läuft bereits, doch der Unbekannte hat sich bislang nicht gemeldet, was den Fall zusätzlich erschwert. Denn auch das Opfer kann den genauen Tathergang nicht rekonstruieren. Noch vor Ablauf der Feier musste sich Sylvia übergeben – offenbar wehrte sich ihr Organismus gegen das fremde Gift. Erst danach ging es ihr wieder besser, und sie konnte zu ihren Freunden zurück.
Eine mögliche Selbstverschuldung schließt Sylvia aus: „Als mir immer schlechter wurde, erinnerte ich mich an die Aussage meiner Mutter, man soll viel trinken, wenn man sich nicht gut fühlt. Also trank ich.“ Insgesamt 12 0,3-Flaschen Bier, schätzt die Polizei und verurteilt die jugendliche Naivität. Denn 12 Flaschen Bier sind nichts anderes als 12 Einladungen für K.o-Tropfen.

Satire - Online - Nachrichten - Magazinfed; Artikelbild: © Martin Stabenfeldt, CC BY 2.0 

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