Kai Diekmann von Millionen Deutschen wegen intellektueller Belästigung angezeigt

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Berlin (dw) – BILD-Herausgeber Kai Diekmann muss sich nach Vorwürfen wegen sexueller Belästigung nun auch wegen millionenfacher Nötigung auf intellektueller Ebene verantworten. Das berichten deutsche Medien unter Berufung auf Klagen von zahlreichen Bild-Zeitungs-Lesern. Demnach habe der Angezeigte über mehrere Jahre versucht, die Intelligenz seiner Opfer mit kurzen Sätzen, multiplen Ausrufezeichen und einseitiger Berichterstattung zu quälen.

“Es war ein Dienstag im Sommer 2015 als mir zum ersten Mal Ungereimtheiten in der Nachrichten der BILD auffielen”, erinnert sich der langjährige Bild-Zeitungs-Leser Heiko F. aus Braunschweig. An dem Tag berichtete die BILD neben 4 Meter großen Atom-Ameisen und einer Wolfsplage in Nordrhein-Westfalen unausgewogen und hetzerisch über die Griechenlandkrise. Der tendentiöse Griechenland-Report war F. negativ aufgefallen, doch hielt er ihn damals noch für einen unglücklichen Zufall. Heute weiß er es besser und entschloss sich schließlich zu seiner Anzeige wegen Belästigung auf Intelligenzbasis. Seinem Beispiel folgten viele andere Leser.

Auf Anfrage hat der Springer-Verlag mitgeteilt, man habe die Anschuldigungen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln überprüft und für haltlos befunden. Auch Kai Diekmann selbst kann die Klagen nicht nachvollziehen. Er habe ja nie jemanden dazu genötigt, die Bild-Zeitung zu lesen.

fed; Bild [M]: Michail Thaidigsmann, CC BY-SA 4.0

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