Nach US-Angriff auf Assad-Basis: IS dankt Trump für Unterstützung

, in Panorama

Geschätzte Lesezeit: 15 Minuten, 32 Sekunden

Washington, Homs (dw) – Nach dem nächtlichen US-Angriff auf eine syrische Militärbasis bei Homs haben Vertreter des selbsternannten Islamischen Staates Donald Trump offiziell ihre Dankbarkeit bekundet. In einem offenen Brief an den US-Präsidenten musste die dschihadistische Terrororganisation zugeben, selbst zu solch einem effizienten Schlag nicht in der Lage gewesen zu sein. Eine Zusammenarbeit mit Trump schließt die IS-Führung dennoch aus.

“Wir hätten es wahrlich nicht besser machen können“, heißt es nicht ohne Wehmut in dem am Freitag veröffentlichten Schreiben an Donald Trump. Besonders beeindruckend finde man, dass der syrische Militärflughafen nur innerhalb kürzester Zeit mit knapp 60 Tomahawk-Raketen angegriffen werden konnte. „Eine unglaubliche Leistung“, so der IS. Einzig die vergleichsweise geringe Zahl der Toten sei zu bemängeln.

Es sei jedoch nicht die erste – so das Schreiben – „hilfreiche US-Bombardierung“ in Syrien. Bereits im September vergangenen Jahres habe man von den damals, wenn auch wohl nicht beabsichtigten, Angriffen auf die syrische Armee gern profitiert (*).

Trotz allem wolle man aus den „erfreulichen Geschehnissen“ keine voreiligen Schlüsse ziehen, denn auch dieser Angriff kann theoretisch im eigenen Interesse des Präsidenten und nicht in dem der Dschihadisten erfolgt sein. Zudem habe man die US-Luftschläge auf IS-Stellungen aus den vergangenen Jahren nicht vergessen.

fed; Bild[M]: Screenshot/YouTube, Gage Skidmore/CC BY-SA 2.0

facebook

Send this to a friend