Herrenloser Bombe am Frankfurter Bahnhof: Polizei fahndet nach bombenlosem Herren

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FRANKFURT · Und wieder war es eine herrenlose Bombe, die den Frankfurter Zugverkehr am Mittwoch Abend für mehrere Minuten lahm legte. Fahrgäste fanden das verdächtige Objekt auf einer Sitzbank neben dem Raucherbereich an Gleis 12. Nun fahndet die Polizei nach einem bombenlosen Herren.

Vor einigen Wochen das Chaos in Mainz, vor einigen Tagen in Düsseldorf – Deutschlands Anlaufstellen für Massenverkehr werden für das Verbrechen immer beliebter. Ein speziell dafür ausgebildeter Polizeihund war es, der das unauffällige Objekt verifizierte und die Beamten in Alarmbereitschaft versetzte. Zuvor hatten Fahrgäste das wie eine Bombe aussehende Etwas bemerkt und den Behörden gemeldet. „Es war schwarz mit einer Zündschnur dran“, erinnert sich Markus Scholz, der eigentlich nur vor seiner Heimreise nach München eine Zigarette rauchen wollte. Da der gefundene Gegenstand aber keinen Hinweis auf den Eigentümer lieferte, alarmierte Markus S. umgehend das Wachpersonal, das den Zugverkehr für alle Fälle vorübergehend stoppte.

Die Polizei fahndet nun nach dem möglichen Urheber der Aufregung von Frankfurt, nachdem sich vor Ort niemand zu dem Sprengsatz bekannt hatte. Mehrere Hundert Fotokopien des Bombenfotos sind im Umlauf, um den Besitzer ausfindig zu machen. Gut für ihn, denn zurück gelassene Gegenstände bedeuten für den Leidtragenden oft auch einen ideellen Verlust.
So oder so, diese Aktion wird laut Polizeidirektion Frankfurt nicht straffrei bleiben. Nach § 310 Abs. 4 StGB sei das Zurücklassen namentlich nicht gekennzeichneter Gegenstände an verkehrsreichen Plätzen mit einer Geldstrafe von bis zu 60 Euro zu ahnden.

Satire - Online - Nachrichten - Magazinfed; Artikelbild: © Dirk Ingo Franke, CC BY 3.0 

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