Handwerker, der zu spät zum Bewerbungsgespräch erscheint, sofort eingestellt

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Mannheim (dwp) – Bernd Meinert kann sein Glück kaum fassen: Der 19-jährige Berufsschulabsolvent hat es geschafft, gleich bei der ersten Bewerbung einen Arbeitsplatz zu ergattern. Weil er zum Bewerbungsgespräch mehr als eine Stunde zu spät erschien, wurde er sogar ohne Befragung sofort engagiert.

“Ha! Die wollten nicht mal mein Zeugnis sehen oder meine Argumente hören“, freut sich der angehende Heizungs- und Sanitärinstallateur über seinen Erfolg bei Gärber und Söhne. Dass es direkt beim ersten Mal klappen würde, hätte er nicht gedacht und vorsichtshalber noch eine zweite Bewerbung geschrieben. Womit genau er bei der Personalleitung gepunktet hat, wisse der Glückspilz nicht, vermutet aber, dass sein Overall eine wesentliche Rolle gespielt haben muss, weil dieser auch ohne Handlungen Kompetenz ausstrahlt.

“Herr Meinert hat uns nicht nur mit seinem Overall und seinem Zeitgefühl überzeugt“, erinnert sich Martin Kaufmann, der Personalchef der Klempnerei. Auch die Tatsache, dass Meinert der Firma seine Anreise zum Bewerbungsgespräch mit 78,34 berechnet habe, war ausschlaggebend. Kaufmann weiter: „Weil er auch einen Kumpel dabei hatte, der nur dafür da war, seine Jacke zu halten, waren wir einstimmig dafür, ihn sofort zu übernehmen.“

Meinert bekommt einen unbefristeten Arbeitsvertrag mit allen Zulagen und kann am 1. September bei Gärber und Söhne beginnen. Um den guten ersten Eindruck nicht zu verspielen, will am ersten Tag pünktlich zwischen 8 und 14 Uhr am Arbeitsplatz aufschlagen.

fed; Bild: © westfotos.de – Fotolia.com

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