Guantanamo-Häftling enttäuscht von Ausgang der US-Wahlen

Der afghanische Bauer Aarian Khalili, der seit 7 Jahren ohne Anklage im Foltergefängnis Guantanamo sitzt, kann nur den Kopf schütteln. Grund für seine enorme Enttäuschung ist der gestrige Sieg des Republikaners Donald Trump bei den Präsidentschaftswahlen der USA.

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Guantanamo Bay Naval Base, Washington (dw) – Der afghanische Bauer Aarian Khalili, der seit 7 Jahren ohne Anklage im Foltergefängnis Guantanamo sitzt, kann nur den Kopf schütteln. Grund für seine enorme Enttäuschung ist der gestrige Sieg des Republikaners Donald Trump bei den Präsidentschaftswahlen der USA.

Khalili und seine Mitinsassen können die ihrer Ansicht nach sehr dumme Entscheidung der Amerikaner einfach nicht nachvollziehen.

“Wie können die Wähler dort nur so unglaublich blöd sein und den Trump zum Präsidenten bestimmen?!”, soll Khalili am Mittwochmorgen gerufen haben, als er die Neuigkeit von seinem Wärter erfuhr. Selbst konnte der 32-Jährige die spannende Wahlnacht wegen Dauerbeschallung mit Musik und einem blickdichten Kopfsack leider nicht mitverfolgen.

Für das Menschenrechts- und Demokratieverständnis der USA sieht Khalili ab 2017 nun kaum mehr Hoffnung. Er wolle nicht alles schwarz malen, heißt es, aber mit Trump seien zivile Opfer durch Drohnenangriffe, willkürliche Verhaftungen und Folter nicht ausgeschlossen.

Ob seine Befürchtungen begründet oder reine Fantasie sind, bleibt allerdings unklar. Für eine genauere Stellungnahme war Khalili wegen eines dringenden Waterboarding-Termins leider nicht zu erreichen.

fed; Bild: Gage Skidmore, CC BY-SA 2.0

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