GEZ: Gebührengebühr soll Rundfunk-Beitrag ablösen

Von am 4. Januar, 2013

Der ab dem 1. Januar 2013 eingeführte GEZ-Beitrag sorgt für eine Kontroverse im Land der Richter und Henker. Aus diesem Grund wurde dem Medienministerium ein Entwurf vorgelegt, der den unliebsamen Beitrag durch einen neutralen ersetzen soll – KÖLN

Die Pflicht eines jeden Deutschen ist es, Gebühren zu zahlen und Fußballergebnisse zu erfragen”, notierte einst Altkanzler Konrad Adenauer auf einen Gedankenbogen, den er jedoch, bevor dieser veröffentlicht werden konnte, aus Angst vor seiner eigenen Frau und vor seinen eigenen Augen aufaß.

Seit einigen Tagen ist eine Regelung in Kraft, die zunächst jeden betrifft, der das Privileg hat, einen Haushalt zu führen, was sogar Männer einschließt. Ausgenommen seien, wie so oft, Studenten, Hartz 4-Empfänger, Einwohner von Bühren sowie bestimmte Haustiergattungen.

Wer jetzt den Einwand erbringt, Obdachlose gehören wegen eines akuten Haushaltsmangels ebenfalls zu der Gruppe der glücklichen Ausgenommenen, irrt nur bedingt – nämlich temporär. Denn ein baldiger Luftstream der Öffentlich Rechtlichen sei laut transparenter Qualle bereits in Planung und soll speziell die Zielgruppe heimatloser Raucher erreichen. Diese werden eine Projektion des gemütlichen Abendprogramms auf einer atmosphärischen Wand aus blauem Dunst genießen, heißt es in einem geleakten Werbeprospekt. Als erfreuliche Kollateraleinnahme wird ein erhöhter Konsum an Tabakwaren gehandelt, da diese zwingend notwendig seien, um den sogenannten SteamStream (Homeless Edition) ordnungsgemäß betreiben zu können.

Was viele aber bereits heute bemängeln, ist, dass auch nichtrauchende Obdachlose zur Zahlung verpflichtet werden sollen – ähnlich den Wohnungsinhabern mit eckigen oder gänzlich ohne Rundfunkgeräte. Solidarität mit bildungsaffinen Schichten gehe nun mal vor, heißt die Antwort aus Köln, die den GEZ-Beitrag als eine Art Hilfe zur Selbsthilfe deklariert.

Das erklärt lediglich die ab 2013 geltende Gleichschaltung. Warum aber soll der Bürger mit einer zusätzlichen Reformierung sowie neuen Begriffen konfrontiert werden? Die Erklärung des Sachverhalts ist auch in diesem Fall denkbar simpel: Aufgrund des schlechten Rufs der neu eingeführten Zahlungsverpflichtung werde diese zunächst in Gebührengebühr und zum Anfang des kommenden Jahres in den neutral klingenden Beitragsbeitrag umbenannt.

fed; Artikelbild: © Aka  / pixelio.de

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  • El_Blindo

    Und weil bei der GEZ ja große Not zu herrschen scheint, gedenke ich auch mit Notgeld zu bezahlen.

    • http://nicht-die-welt.de/ NichtDieWelt

      Not, Mr Blindo, don´t do it!
      (Eine internationale Warnung von uns für Sie)

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