USA kritisieren „bewusstes Missverstehen“ von Nulands Aussage

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WASHINGTON/BRÜSSEL · Laut The Washington Post beklagt das US-Außenministerium die „offensichtlich falsche Wahrnehmung“ eines Telefonats von Victoria Nuland. Darin wird der Europa-Beauftragten der US-Regierung vorgeworfen, „fuck the EU“ geäußert zu haben. „In Wirklichkeit sagte ich aber ‚Fun the EU'“, so die Diplomatin gegenüber der Zeitung. Amerikanische Experten führen diesen Fehler auf „schlechte bis nicht vorhandene Englischkenntnisse“ der Europäer zurück.

Im Fokus steht seit Donnerstagabend der Mittschnitt eines Telefonats zwischen der Europabeauftragten Victoria Nuland und dem ukrainischen US-Botschafter Geoffrey Pyatt. Darin soll sich Nuland laut europäischen Medien abfällig über die EU geäußert haben. Dabei will die Diplomatin jedoch nicht „Fuck“, sondern etwas Positives, nämlich „Fun“ (engl. für „Spaß“) gesagt haben. US-Außenminister John Kerry kritisiert „den europäischen Versuch, einen Skandal herauf zu beschwören“ vehement.

Martin Schulz, der Präsident des Europäischen Parlaments äußerte in einer am Freitagmorgen einberufenen Pressekonferenz sein Bedauern über das entstandene Missverständnis. Als gebürtiger Deutscher entschuldigte er sich insbesondere für die einseitige Berichterstattung über die USA in den „heimischen Medien“ sowie die „mangelhaften Englischkenntnisse“ seiner Mitbürger.

Satire - Online - Nachrichten - Magazinfed; Artikelbild: © Υπουργείο Εξωτερικών, CC BY-SA 2.0

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