Nach Erhalt des Friedensnobelpreises: OPCW entsendet Truppen nach Afghanistan

, in Politik

Geschätzte Lesezeit: 19 Minuten, 3 Sekunden

OSLO · Eine Stunde nach Verkündung beschließt der frisch gebackene Friedensnobelpreisträger die Entsendung von 30.000 Soldaten in den Krisenherd Afghanistan. Dabei knüpft die „Organisation für das Verbot chemischer Waffen“ (OPCW) an die von Barack Obama 2009 gestartete Tradition an. Kurz vor der damaligen Truppenverstärkung am Hindukusch erhielt der US-Präsident ebenfalls den begehrten Friedensnobelpreis.

Die mehrtägige Preisverleihung endet mit einem Paukenschlag: Der begehrteste aller Nobelpreise, der Friedensnobelpreis, geht in diesem Jahr an die OPCW, die als Vertragspartner der Vereinten Nationen für die Umsetzung der Chemiewaffenkonvention von 1997 zuständig ist. In den Fußstapfen von Henry Kissinger oder Barack Obama will auch die OPCW so schnell wie möglich Truppen ins Ausland entsenden, um den Frieden zu sichern.

„Das Timing hätte nicht besser sein können“, gesteht US-Präsident Barack Obama, der aufgrund des US-Shutdowns gezwungen ist, militärische Auslandshilfe zu minimieren und sogar Soldaten aus Afghanistan abzuziehen. Auch die übrigen NATO-Partner freuen sich über die plötzliche Unterstützung der unabhängigen Organisation. Doch dieser Sieg war nicht selbstverständlich.
Lange Zeit galt das 16-jährige Mädchen Malala Yousafzai als die unbestrittene Anwärterin auf den Friedensnobelpreis, musste allerdings aufgrund externer Kritik der OPCW Platz machen. Sie sei in ihrerem Engagement für Mädchenrechte in Pakistan nicht ganz uneigennützig, da sie selbst ein Mädchen sei, so Thorbjørn Jagland, der Vorsitzende des Komitees. Malala selbst sei zwar ein wenig enttäuscht, freue sich allerdings über „den lustigen Zufall“ und die guten Absichten des Siegers, heißt es aus Pakistan. Denn sie hätte, hätte sie den Friedensnobelpreis erhalten, ebenfalls Truppen nach Afghanistan geschickt.

Satire - Online - Nachrichten - Magazinfed; Artikelbild: © GFDL 

facebook

Send this to a friend